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ginkgoumbrella.com | "Ginkgo": Soll Umweltbelastung deutlich reduzieren.

© ginkgoumbrella.com | "Ginkgo": Soll Umweltbelastung deutlich reduzieren.

Recycelbarer Regenschirm aus Bioplastik entwickelt

Bauprinzip ohne Schrauben und Nieten soll Umweltbelastung reduzieren

Ingenieur Federico Venturi und Designer Gianluca Savalli haben mit „Ginkgo“ einen voll recycelbaren Regenschirm entwickelt. Dieser wird auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo derzeit zum Preis von 20 Dollar (rund 18,32 Euro) angeboten. Die Intention für das Produkt: Schätzungsweise eine Mrd. Regenschirme im Jahr landen weltweit auf der Müllkippe und stellen damit eine nicht unerhebliche Umweltbelastung dar.

Patent für System „Snapfit“

Das Wegwerfen ausgedienter Regenschirme hat die Entstehung von jährlich 240.000 Tonnen Metallabfällen und mehr als ein Jahrhundert überdauernder Kunststoffreste zur Folge. Eine fachgerechte Entsorgung in Form einer getrennten Müllsammlung und Zerlegung in seine Einzelteile würde viel Geld kosten. Ginkgo ist deshalb vollständig aus Polypropylen gefertigt. Es gibt weder Nieten noch Schrauben oder Klebstoffe. Dafür sorgt das von den Erfindern ebenfalls patentierte Bausystem „Snapfit“.

Montage und Demontage des Regenschirms sind deshalb sehr einfach. „Damit können noch funktionierende Teile nach der Entsorgung wiederverwendet werden“, unterstreicht Savalli. Angeboten wird das Produkt in verschiedenen Farben und Mustern. Statt der im herkömmlichen Regenschirm üblichen 120 Bauteile sind es beim Gingko nur noch 20. Ein weiterer Vorteil: Die aus Kunststoff gefertigten und deshalb sehr flexiblen Speichen halten auch stärkeren Windböen stand.

Weiterentwicklung in Planung

An der in vier Jahren Arbeit gereiften Projektidee wird bereits weiter gearbeitet. „Ginkgo wird künftig aus Bioplastik gefertigt“, so der italienische Mechanikingenieur. Dazu sollen aus der bakteriellen Vergärung von Zucker oder Lipiden entstehende Polyhydroxyalkanoate eingesetzt werden. Aus dem von den Bakterien erzeugten Mikrogranulat lässt sich ein wasserresistenter, biodegradabler Kunststoff herstellen.

Quelle

pressetext 2015 Harald Jung 2015

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