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Erstes Atom-Endlager in Sicht

In dem kleinen Ort Bure an der Meuse im Osten Frankreichs soll wahrscheinlich das erste Endlager für Atommüll entstehen.

Die französische Entsorgungsagentur Andra untersucht dort seit 1999 den Untergrund und hofft ab 2012 nun auf eine weitere Genehmigung der Regierung.

Die gilt als ausgemacht, da viele Standort in den letzten Jahren vor allem wegen lokalen Protesten aufgegeben werden mussten. Das Tongestein unter Bure eigne sich zudem besonders für eine Endlagerung von angeblich bis zu 100.000 Jahren, heißt es von Seiten der Untersuchungskommission. Derzeit forscht Andra in 500 Meter Tiefe.

2016 soll mit dem Bau der unterirdischen Lagerstätten begonnen werden. Schon 2025 soll der erste Atommüll eingelagert werden. Ganz in der Nähe der Endlagerstätte hat Andra schon mal damit begonnen für Atomkraft zu werben: In einer Ausstellung „Die Radioaktivität von Homer bis Oppenheimer“ soll die Bevölkerung schon mal auf ihren neuen Standort eingestimmt werden.

Auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften unterstützt die Forschungen in Bure: Deutsche Forscher, die vor Ort sind, wurden bis jetzt an die 2,4 Millionen Euro gefördert. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion die Linke

Die französische Regierung gibt etwa 16 Millionen Euro pro Jahr für das Forschungsvorhaben aus und hat allein 375 Millionen in die Errichtung der Anlage in Bure investiert.

Quelle

KLIMARETTER.INFO | sg 2011

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