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Ein Jahr des Windes

China setzt auf die Windkraft.

Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2014 zeigen den gewaltigen Ausbau: 23 GW neue Windkraftwerke allein in China!

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen Windmühlen.“ so heißt ein altes chinesisches Sprichwort. Es scheint, dass China im Moment auf die Windmühlen setzt, und zwar auf jene, die Strom erzeugen! Windkraft boomt weltweit und am meisten in China. Wie der gerade veröffentlichte Global Wind Report zeigt, schlug das globale Windkraft Wachstum gerade wieder ein neues Kapitel auf: Es gibt weltweit neue Anlagen rund um die gesamte Erde, insgesamt 50 GW, was die Windkraft auf 370 GW gesamt erhöht.

China steht definitiv an erster Stelle, mit 23 GW an neuer Kapazität. Gefolgt immerhin von Deutschland, mit im Vergleich dazu etwa einem Viertel des des chinesischen Ausbaus mit 5,2 GW neuen Installationen, gefolgt von den USA mit 4,85 GW, Brasilien mit 2,5 GW Kanada mit 1,87 GW und Großbritannien mit 1,74 GW auf. Die Gigawattmarke erreichen auch noch Schweden und Frankreich.

2014 war ein großartiges Jahr für die Windindustrie, die globalen Gesamtinstallationen erhöhten sich auf fast 370 GW. Nicht alle Staaten Asiens sind so in Fahrt bei erneuerbaren Energien wie China, Indien hatte ein unspektakuläres Jahr, aber es ist zu erwarten, dass auch der indische Tiger in den nächsten Jahren auf erneuerbare Energien setzen wird. Es gibt auch Länder, die keine neuen Windkraftwerke in Betrieb nahmen: wie Pakistan oder die Philippinen.

Das europäische jährliche Marktwachstum liegt bei etwa 5% – es ist klar zu sehen, wo es bessere Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien gibt und wo nicht. Allen die meinen, man sollte keine Förderungen geben, sei ins Stammbuch geschrieben, dass auch 2014 die Förderungen für fossile Energien weltweit um ein Vielfaches höher waren als jene für erneuerbare Energien.

Mexiko ist am Start- 2014 hat sich der lateinamerikanische Markt verdreifacht im Vergleich zur kumulierten installierten Leistung im Jahr 2013 lag das Wachstum bei fast 80%. Brasilien führte den Markt in Lateinamerika an und hat fast 2.500 MW im letzten Jahr installiert. Chile und Uruguay beginnen, auf das Windkraftpotenzial zu setzen. In Afrika war im Jahr 2014 der Ausbau in Südafrika ein Highlight mit 560 MW Ausbau. Marokko hat Afrikas größten Windpark errichtet, das 300 MW-Projekt Tarfaya.

Das Potential für die Zukunft wächst weiter, trotz extrem niedriger Ölpreise gab es in manchen Staaten, beispielsweise bei den OPEC-Staaten, einen Rückgang der geförderten Ölquoten. Dennoch: Der Umstieg sollte noch rascher erfolgen, der Klimawandel erfordert eine 100% Energiewende.

Der Ausbau erneuerbarer Energien im Jahr 2014 gibt Hoffnung für alle, die noch an eine bessere Zukunft und eine Bewältigung des Problems des Klimawandels glauben und Windenergie wird ein großer Teil davon sein, wie die aktuellen Zahlen zeigen.

Quelle

oekonews.at | 2015

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