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Energiespeicher senken Strompreisspitzen und reduzieren EEG-Förderkosten

Eine neue Simulation des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zeigt, welchen Einfluss zusätzliche Batteriespeicher auf den Strommarkt haben können. Auf Basis realer Kauf- und Verkaufsgebote des deutschen Day-Ahead-Strommarkts 2025 wurden zusätzliche Batteriespeicher mit zwei Stunden Speicherdauer und einer Leistung von bis zu 20 GW simuliert.

Das Ergebnis: Speicher können Preisspitzen deutlich reduzieren und gleichzeitig den Marktwert von Solarstrom erhöhen. Bei zusätzlichen 20 GW Batteriespeicherleistung sinkt die Zahl der Stunden mit Strompreisen über 200 Euro/MWh in der Simulation von 169 auf 20 Stunden – ein Rückgang um rund 88 Prozent. Die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen geht um rund 53 Prozent zurück. Gleichzeitig steigt der simulierte Marktwert von Solarstrom von rund 45 auf 61 Euro/MWh.

Der höhere Marktwert von Solarstrom kann nach der Hochrechnung den EEG-Förderbedarf rechnerisch um bis zu 1,2 Milliarden Euro pro Jahr reduzieren. Die Ergebnisse zeigen damit konkret, wie Batteriespeicher Stromangebot und ‑nachfrage zeitlich ausgleichen und die Flexibilität des Stromsystems erhöhen können.

Für den BVES unterstreicht die Simulation die Bedeutung eines schnellen und systemdienlichen Speicherausbaus. Dafür braucht es insbesondere beschleunigte und transparente Netzanschlüsse für Großspeicher, verlässliche Rahmenbedingungen für Co-Location von Speichern mit Wind- und Solaranlagen sowie bessere Möglichkeiten für Heimspeicher, flexibel am Strommarkt teilzunehmen.

„Wer über bezahlbaren Strom spricht, muss deshalb auch über Speicher sprechen.“
— Urban Windelen, Geschäftsführer des BVES

Die wichtigsten Ergebnisse der Simulation:

  • −88 % Stunden mit Strompreisen über 200 Euro/MWh
  • −53 % Stunden mit negativen Strompreisen
  • +35 % Marktwert für Solarstrom
  • bis zu 1,2 Mrd. Euro rechnerisch geringerer jährlicher EEG-Förderbedarf
  • simuliert: 20 GW zusätzliche Batteriespeicherleistung mit 2 Stunden Speicherdauer

Das Simulationstool des Fraunhofer ISE ist über dessen Datendienst Energy Charts frei zugänglich.

Quelle

BVES 2026

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