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pixabay.com | Juergen Sieber | Österreich will bis 2030 bilanziell 100 Prozent erneuerbare Energien im Strommix.

© pixabay.com | Juergen Sieber | Österreich will bis 2030 bilanziell 100 Prozent erneuerbare Energien im Strommix.

Photovoltaik: Kleinanlagenförderung in Österreich

Österreich erhöht Fördervolumen für Photovoltaik-Kleinanlagen deutlich.

Für Anlagen mit einer Leistung von bis zu fünf Kilowatt stehen jetzt insgesamt zehn Millionen Euro Fördermittel bereit. Die Förderhöhe für die einzelnen Anlagen hat die österreichische Bundesregierung aber nicht verändert.

Wer in Österreich eine Photovoltaik-Anlage mit bis zu fünf Kilowatt Leistung installiert, bekommt dafür einen staatlichen Zuschuss von 250 Euro pro Kilowatt für Aufdach- und freistehende Anlagen sowie von 350 Euro pro Kilowatt für gebäudeintegrierte Systeme. Die neue konservativ-grüne Bundesregierung hat das Fördervolumen jetzt deutlich erhöht: Insgesamt zehn Millionen Euro stehen dafür nun bereit – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Bei gleich bleibender Förderhöhe können damit österreichweit fast 10.000 Kleinanlagen realisiert werden.

Da die Corona-Pandemie den Beschluss über das Bundesbudget verzögert hat, wurde der Förderzeitraum bis Ende März 2021 verlängert. Anträge können ab sofort eingereicht werden. Die Förderung wird aus dem österreichischen Klima- und Energiefonds finanziert. Zusätzlich zur Kleinanlagenförderung wird im aktuellen Jahresprogramm der Sonnenstromausbau in Klima- und Modellregionen gefördert. In der separaten Förderschiene kann für Anlagen bis 1 Megawatt Leistung eine Förderung beantragt werden.

„Wir sind erleichtert, dass diese so wichtige und breitewirksame Kleinanlagenförderung des Klimafonds endlich startet und durch die Erhöhung des Förderbudgets die Wichtigkeit der Sonnenstrom-Erzeugung erkannt wird“, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria. „Das heute vorgestellte Schwerpunktprogramm des Klimafonds leitet die benötigte Solar-Revolution für jedermann ein!“ Nichts desto trotz zeige gerade der verzögerte Start, wie wichtig Kontinuität und Planbarkeit für die Branche sei. „Das Gewerbe hatte mit dem Ausbleiben der Förderung sehr stark zu kämpfen“, erklärt Immitzer.

Die türkis-grüne Regierung hat das Ziel gesetzt, bis 2030 bilanziell 100 Prozent des Stroms mit erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dazu will sie klare Ausbauziele für die Technologien setzen. Ein Erneuerbaren-Ausbaugesetz soll passende Rahmenbedingungen schaffen. Das Gesetz befindet sich derzeit in der Finalisierung. Auch ein 1-Millionen-Dächer-Photovoltaik-Programm ist im Koalitionsvertrag vorgesehen.

Quelle

Der Bericht wurde von
der Redaktion „pv-magazine“ (Ralph
Diermann) 2020
 verfasst –
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Ralph Diermann
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