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© Maglev-Zug vor der Rekordfahrt (Foto: CRRC)

Magnetschwebebahn erreicht fast Tempo 800

Chinesische Ingenieure schaffen einen neuen Weltrekord auf 1000-Meter-Strecke.

Bei einem extrem kühnen Test erreichte die von der China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) entwickelte Magnetschwebebahn jüngst eine Geschwindigkeit von 799,84 Kilometern pro Stunde und damit einen neuen Weltrekord. Der Maglev-Zug wurde dann extrem stark abgebremst und kam tatsächlich rechtzeitig zum-Stehen.

Kühn war der Versuch, weil die Teststrecke nur 1000 Meter lang ist. Die extrem Beschleunigung von null auf beinahe 800 km/h in 5,3 Sekunden und das abrupte Abbremsen hätte man normalen Fahrgästen nicht zumuten können. Ziel war die Weltrekord-Geschwindigkeit, die auch Verkehrsmittel irgendwann erreichen sollen. Im Visier haben die Entwickler auch andere Verwendungsmöglichkeiten dieser Technik, etwa zur Beschleunigung von Flugzeugen auf Flugzeugträgern oder für den Raketen-Start.

Idee kommt aus Deutschland

Die Magnetschwebetechnik ist in den 1970-er Jahren in Deutschland entwickelt worden. In Tests erreichte sie 2003 eine Höchstgeschwindigkeit von 581 Kilometern pro Stunde, allerdings auf einer 28 Kilometer langen Teststrecke im Emsland. Dieser Transrapid wurde nur ein einziges Mal kommerziell realisiert. Er verbindet den Flughafen von Schanghai mit der Stadt. Während Deutschland die Weiterentwicklung nach einem schweren Unfall einstellte, für den aber nicht die Technik, sondern menschliches Veresagen verantwortlich war, griff China die Technik auf und entwickelte sie weiter.

Magnetschwebebahnen schweben auf einem magnetischen Kissen, das durch die Abstoßung von zwei gegenpoligen Magneten entsteht. Vorwärtsgetrieben werden die Züge von einem Linearmotor, dessen eine Hälfte sich im Zug befindet, die andere steckt in der Fahrbahn. Weil es keine Berührung zwischen Fahrbahn und Zug gibt, lassen sich ohne Verschleiß besonders hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Supraleitende Spulen

Um bei solchen Geschwindigkeiten die Stabilität aufrechtzuerhalten, ist eine äußerst präzise Infrastruktur erforderlich. Berichten zufolge halten die CRRC-Entwickler die Abweichungen von der Mitte der Fahrbahn auf unter 0,5 Millimeter. Außerdem lassen sich die benötigten Magnetkräfte nicht mit herkömmlichen Methoden erreichen. Statt konventioneller Elektromagnete wie im Transrapid, setzen die chinesischen Ingenieure auf Spulen aus supraleitenden Werkstoffen, in denen elektrischer Strom widerstandsfrei kreist.

Bereits im Dezember 2025 war es den CRRC-Forschern gelungen, den Maglev in nur zwei Sekunden auf 700 km/h zu beschleunigen, wie auch hier im Video zu sehen ist:

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Wolfgang Kempkens) 2026 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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