‹ Zurück zur Übersicht
istockphoto.com | Qwasyx

© istockphoto.com | Qwasyx | Der ermäßigte Steuersatz sollte für pflanzliche Produkte gesenkt und im Gegenzug die Mehrwertsteuervergünstigung für Fleisch und andere tierische Produkte gestrichen werden.

Informiert und bewusst einkaufen

VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. über Lebensmittelkennzeichnung

Wer die zahlreichen Angaben auf den Lebensmittel-Verpackungen versteht und für sich nutzt, kann das einkaufen, was er möchte. Doch für viele Verbraucher sind sie „ein Buch mit sieben Siegeln“ und eher verwirrend. Einen Wegweiser durch den Kennzeichnungs-Dschungel bietet die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. mit der neuen Broschüre „Lebensmitteleinkauf“.

„Die Zutatenliste ist die wichtigste Entscheidungshilfe beim Einkauf. Nutzen Sie die Informationen für Ihre Auswahl und lassen Sie sich von der kleinen Schrift nicht abschrecken“, rät Alexandra Borchard-Becker, Ernährungs-wissenschaftlerin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Ergänzend zu den Zutaten sind die Nährwertangaben hilfreich, um ein Produkt einzuschätzen. Dazu die Ernährungswissenschaftlerin: „Bedenken Sie bei den Energie-, Fett-, Zucker- und Salzgehalten, in welchen Mengen Sie das Lebensmittel üblicherweise essen“. Unverzichtbar ist der Blick auf die Zutatenliste für Personen, die an Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten leiden. Durch die verpflichtende Allergenkennzeichnung haben es Betroffene leichter, geeignete Produkte zu finden. Unbefriedigend ist bisher die freiwillige Kennzeichnung der Spuren. Hier fehlen bisher verbindliche, einheitliche Regelungen. Lücken gibt es auch bei Kennzeichnung der Herkunft, z. B. von verarbeitetem Fleisch, Fisch oder Obst und bei der Gentechnik. Die Regelungen bieten noch nicht die umfassenden Informationen, die sich Verbraucher wünschen.

Immer mehr Verbraucher beurteilen die Qualität von Lebensmitteln danach, wie und wo sie erzeugt werden. Ökologische und soziale Aspekte, z. B. erkennbar an verschiedenen Siegeln, spielen eine große Rolle. „Welche Entscheidung Sie treffen, bestimmt auch über Produktionsverfahren und Arbeitsbedingungen“, macht Borchard-Becker deutlich. Die Erzeuger richten die Herstellung und Qualität ihrer Erzeugnisse an der Nachfrage aus. Beispiele sind Bio-Produkte oder fair gehandelte Lebensmittel mit wachsenden Umsatzraten. „Haben Sie ein Lebensmittel gekauft, dessen Qualität nicht in Ordnung ist, scheuen Sie sich nicht, das zu reklamieren“, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin.

Tipps für Reklamationen und für eine bewusste Lebensmittelauswahl ergänzen die Informationen in dem neuen 16-seitigen Heft „Lebensmitteleinkauf“ der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Es kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden. 

Quelle

VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. 2016

Diese Meldung teilen

‹ Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren