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Quaschnings Videokolumne: Quaschning erklärt: Tankrabatt

Seit vier Jahren immer wieder Tankrabatte statt zielgerichteter Unterstützung. Liebe Politik: Bekommt das endlich mal auf die Kette. Und gebt das viele Geld besser dafür aus, von Benzin und Diesel unabhängig zu werden.

Und schon wieder bekommen wir einen Tankrabatt. Leute, geht’s noch?

Ja, es gibt sie, die alleinerziehende Krankenschwester mit geringem Einkommen auf dem Land, die auf das Auto angewiesen ist. Dann gebt ihr doch zielgerichtet Geld!

Aber ein allgemeiner Tankrabatt? Eine ganz schlechte Idee. Und das wissen alle. Er kostet 800 Millionen Euro pro Monat. Geld, das an anderer Stelle fehlt. 

Ein Teil des Geldes geht auch noch in die Taschen der Mineralölkonzerne, und der Porsche-Fahrer wird genauso unterstützt wie die Dacia-Fahrerin.

Mehr noch: Wer mit Tempo 200 über die Autobahn brettert, bekommt besonders viel Unterstützung. Also genau das richtige Signal in Zeiten von Ölknappheit und Klimakrise … nein, ist es nicht!

Warum könnt ihr nicht zielgerichtet die Menschen unterstützen, die das wirklich brauchen?

Ganz einfach: Für agile Maßnahmen ist das Steuerrecht nicht gedacht, sagte unser Finanzminister, und zwar Christian Lindner beim Tankrabatt 2022.

Aber genau darum wollte man damals Möglichkeiten schaffen, finanzielle Unterstützungen zielgerichtet auszuzahlen.

Das ist jetzt vier Jahre her, und warum ist das immer noch nicht möglich? Wir können doch nicht bei jeder Spritpreiskrise die schlechteste aller Maßnahmen aus der Tasche ziehen.

Liebe Politik, bekommt das endlich mal auf die Reihe, die Menschen zielgerichtet zu entlasten. Denn diese Spritpreiskrise wird sicher nicht die letzte sein. 

Quelle

Volker Quaschning ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke. | klimareporter.de 2026

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