Umweltkosten von KI, klimabedingte Flucht, wenig Klima unter Merz
Der ökologische Fußabdruck von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz wächst massiv. Der Klimawandel verschärft Fluchtbewegungen, zeigt ein Report. Die Bundesregierung spricht kaum noch über Klimapolitik.
Diese Woche im klima update:
- Die KI-Branche wächst schneller als jede andere Branche. Das hinterlässt Spuren und sorgt für einen massiv steigenden Verbrauch an Energie, Wasser, Land. Wie groß der Ressourcenverbrauch von Rechenzentren heute ist, wie er sich bis 2030 voraussichtlich entwickeln wird und welcher Anteil daran auf die künstliche Intelligenz entfällt, zeigt nun ein umfangreicher Bericht der Universität der Vereinten Nationen.
- Klimabedingte Flucht ist kein Zukunftsthema mehr, sondern schon heute – bei einer zunehmenden Zahl von Extremwetterereignissen – auf einem sehr hohen Stand. Das ist die Kernbotschaft aus dem „Report Globale Flucht 2026“, dessen Schwerpunkt das Wechselverhältnis von Klimawandel und Flucht ist. Das Thema ist brisant, denn die Vereinten Nationen haben zwar die Klimakrise als Fluchtgrund anerkannt, doch einen Rechtsanspruch auf Aufnahme gibt es nicht.
- Stimmt der Eindruck, dass die aktuelle Bundesregierung dem Klima kaum noch Aufmerksamkeit schenkt? Das lässt sich nun mit einem Analysetool überprüfen, entwickelt vom Rechercheportal „Frag den Staat“. Es enthält sämtliche Transkripte der Regierungspressekonferenzen der letzten zwölf Jahre, die nach Schlagworten durchsucht werden können. Dabei zeigt sich: Klima ist vor allem ein Thema, wenn Menschen in großer Zahl auf die Straße gehen (wie 2019 Friday for Future) oder wenn die Koalition darüber streitet (wie 2023 die Ampel beim Heizungsgesetz).
Quelle
Das klima update° ist ein Projekt des Klimawissen e.V. von der Redaktion „klimareporter.de“ (Verena Kern, Katharina Schipkowski) 2025 | (post@klimareporter.de)







