Aus alten Tennisbällen werden neue
REISSWOLF Österreich, Renewaball® und tennisnet starten eine österreichweite Recyclingpartnerschaft. Tennisvereine können gebrauchte Bälle künftig kostenlos sammeln und in den Kreislauf zurückführen.
Jährlich werden weltweit mehr als 300 Millionen Tennisbälle entsorgt. Ein großer Teil davon landet nach dem Einsatz im Restmüll, obwohl die Bälle wertvolle Rohstoffe wie Gummi, Filz und Kunstfasern enthalten. In Österreich soll sich das nun ändern: REISSWOLF Österreich, Renewaball® und tennisnet starten eine gemeinsame Recyclingpartnerschaft und schaffen erstmals ein österreichweites System, über das Tennisvereine gebrauchte Bälle unkompliziert sammeln und kostenlos dem Recycling zuführen können.
Die Idee dahinter ist einfach: Sammeln statt wegwerfen. Teilnehmende Tennisvereine erhalten spezielle Sammelbehälter. Sind diese voll, übernimmt REISSWOLF Österreich die Abholung und den sicheren Transport. Nach einer Vorsortierung werden die Bälle zerkleinert und für den weiteren Recyclingprozess an Renewaball® übergeben.
Dort werden die verschiedenen Bestandteile wie Gummi und Filz getrennt und aufbereitet. Das recycelte Gummi wird anschließend gemeinsam mit europäischer Schafwolle für die Herstellung neuer Tennis- und Padelbälle verwendet. Auch weitere zurückgewonnene Materialien sollen für hochwertige Produkte genutzt werden. Nach Angaben der Partner entsteht bei diesem Prozess kein Mikroplastik.
„Nachhaltigkeit funktioniert dann am besten, wenn sie einfach umzusetzen ist“, sagt Thomas Rodrigo Beranek, Geschäftsführer von REISSWOLF Österreich. Die neue Partnerschaft ermögliche Tennisvereinen eine unkomplizierte Möglichkeit, gebrauchte Bälle wieder als Rohstoff nutzbar zu machen.
Auch Renewaball®-Gründerin und Geschäftsführerin Hélène Hoogeboom sieht in der Zusammenarbeit ein Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft praktisch funktionieren kann. Sammlung, Schreddern, Logistik und Recycling würden dabei miteinander verbunden. Renewball wurde 2021 in den Niederlanden gegründet und ist das weltweit erste Unternehmen, das kreislauffähige Tennis- und Padelbälle aus recycelten Materialien gebrauchter Bälle herstellt.
Die digitale Reichweite von tennisnet soll helfen, möglichst viele Vereine für das Projekt zu gewinnen. „Jährlich landen Millionen von Tennisbällen im Restmüll – ein enormer Verlust von wertvollen Rohstoffen“, betont Alex Antonitsch, Gründer und Geschäftsführer der Tennisnet Group.
Der offizielle Projektstart ist für das 4. Quartal 2026 geplant. Österreichische Tennisvereine können sich bereits jetzt für die Teilnahme anmelden und kostenlose Sammelbehälter vorbestellen. Damit soll der Tennissport einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft machen und aus vermeintlichem Abfall wieder ein wertvoller Rohstoff werden.







