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© pixabay.com | geralt | amazon

Amazons Rechenzentrum in Texas könnte zum größten Klimasünder der USA werden

Amazon plant im texanischen Pecos County ein  riesiges  Rechenzentrum, das  mit einem eigenen Erdgaskraftwerk versorgt werden soll.

Nach den vorliegenden Genehmigungsunterlagen könnte die Anlage jährlich bis zu 33 Millionen Tonnen CO₂ ausstoßen.

Damit hätte das  gigantische Kraftwerk das Potenzial, zum größten einzelnen Emittenten von Treibhausgasen in den USA zu werden, wie mehrere  Medien, darunter the Verge und die New York TImes,   berichten.   Zum Vergleich: Das derzeit als größter Einzelverursacher geltende Kohlekraftwerk James H. Miller Jr. in Alabama kommt auf rund 16 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Amazons Kraftwerk  könnte diesen Wert somit mehr als verdoppeln.

Allerdings handelt es sich bei den 33 Millionen Tonnen um die maximal zulässige Emissionsmenge. Ob das Kraftwerk tatsächlich so viel CO₂ ausstoßen wird, ist noch offen. Das Projekt befindet sich zudem erst in einer frühen Bauphase.

Amazon begründet die eigene Energieversorgung unter anderem damit, dass dadurch die Stromkosten für texanische Haushalte nicht steigen sollen. Der Konzern betont auch, weiterhin an seinem Ziel festzuhalten, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Gleichzeitig prüft Amazon nach eigenen Angaben den Einsatz von Solarenergie und Batteriespeichern vor Ort.
 

Das Projekt  zeigt  ein wachsendes Problem der Technologiebranche: Der rasante Ausbau künstlicher Intelligenz lässt den Energiebedarf von Rechenzentren massiv steigen. Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google und Meta greifen deshalb zunehmend auf fossile Energieträger zurück, um ihre wachsenden Rechenkapazitäten mit ausreichend Strom zu versorgen.

In Texas sorgt der Rechenzentrumsboom inzwischen auch politisch für Gegenwind. Der Bundesstaat hat neue Projekte vorübergehend ausgesetzt, um deren Auswirkungen auf das Stromnetz zu prüfen. Nach Angaben der texanischen Regierung entfallen rund 90 Prozent der neuen Stromanträge auf Rechenzentren.

Quelle

oekonews.at 2026

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