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China-Rohstoffe: Deutsche Firmen ausgeliefert

Laut IW-Umfrage befürchten sechs von zehn Unternehmen Produktionsstopps oder Verzögerungen.

Laut Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter rund 900 Unternehmen befürchten sechs von zehn, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei Seltenen Erden, Lithium oder Gallium ausweiten.

Metall, Elektro, Fahrzeuge

88 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 Prozent mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Am stärksten betroffen sind die Metall- und Elektroindustrie sowie der Fahrzeugbau.

Im Verarbeitenden Gewerbe bezieht jede fünfte Firma kritische Rohstoffe direkt oder indirekt, in der Metall- und Elektroindustrie sogar mehr als jede vierte. „China nutzt seine Rohstoffmacht strategisch“, kommentiert IW-Ökonomin Adriana Neligan.



Politik weiter zu behäbig

Mit dem sogenannten „Critical Raw Materials Act“ will die EU zwar kritische Rohstoffe stärker selbst fördern, verarbeiten und recyceln. Bislang geht das aber nur langsam voran, betonen die Kölner Wirtschaftswissenschaftler: Genehmigungen dauern Jahre, alternative Bezugsquellen sind begrenzt, heißt es.

„Die Politik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass eine bessere Absicherung überhaupt möglich wird“, so Neligan weiter. Dazu zähle die Förderung des Bergbaus kritischer Metalle ebenso wie die Stärkung des Recyclings.

„Der anhaltene Zollkonflikt mit den USA schürt zudem Unsicherheiten und führt dazu, dass Unternehmen Entscheidungen in Bezug auf Investitionen vertagen. In Asien setzen die Unternehmen wieder stärker auf ‚local for local‘ insbesondere in China und Indien“, so DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier im Juli, wie pressetext berichtete.

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Florian Fügemann) 206 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden!

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