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© ausgestrahlt | Armin Simon | Grenzüberschreitende Projektion: „Fukushima mahnt: Schweizer Uralt-AKW abschalten“

Fukushima mahnt: AKW abschalten, bevor es zu spät ist!

15 Jahre ist es her, dass die Atomkatastrophe von Fukushima Hunderttausende um ihr Zuhause und ihr bisheriges Leben bringt. Das Erdbebenrisiko und Sicherheitsdefizite der Reaktoren in Fukushima sind 2011 lange bekannt.

Trotzdem bewilligt die japanische Atomaufsicht mit Zustimmung der Japan Nuclear Energy Safety Organisation noch am 7. Februar 2011 eine Laufzeitverlängerung für Block 1. Viereinhalb Wochen später, am 11. März, ist der Super-GAU da: In drei der sechs Reaktoren (die anderen sind zufällig abgeschaltet) kommt es zur Kernschmelze.

In Deutschland setzen die großen Anti-Atom-Proteste nach Fukushima den Atomausstieg durch und bahnen der Energiewende den Weg. Auch in Nachbarländern gehen acht grenznahe Reaktoren vom Netz. Das Atomrisiko in Deutschland reduziert sich so drastisch – ein enormer Erfolg.

Doch weiterhin bedrohen uns gefährlich alte AKW in Nachbarländern. Dazu zählen neben den Reaktoren im französischen Cattenom, den drei verbliebenen Meilern in Belgien und den Niederlanden sowie dem tschechischen AKW Temelín vor allem die vier Schweizer AKW. Uralte Reaktoren wie die in der Schweiz, die nur begrenzt nachgerüstet und bei denen alle relevanten Unterlagen unter Verschluss gehalten werden, sind besonders gefährlich.

Wie in Fukushima listen auch hier zahlreiche Gutachten Sicherheitsdefizite auf. Wie in Japan tun Politik, Aufsichtsbehörde und Betreiber alles, um die AKW weiterlaufen zu lassen: Beim AKW Beznau wird ein Grenzwert um das Hundertfache heraufgesetzt, nachdem bekannt wird, dass er nicht eingehalten werden kann.

Das AKW Gösgen darf mit instabilen Rohren jahrzehntelang weiterlaufen. Bei der Laufzeitverlängerung des AKW Leibstadt verweigert die Schweiz eine Umweltverträglichkeitsprüfung – niemand soll diskutieren, wie unsicher das AKW tatsächlich ist.

Die Uralt-AKW in Europa gehören abgeschaltet, bevor es zur nächsten Atomkatastrophe kommt.

.ausgestrahlt hat dies mit einer einer grenzüberschreitenden Projektion auf den Kühlturm des AKW Leibstadt deutlich gemacht (hier geht’s zur Pressemitteilung). Die Bundesregierung muss straffe Ausstiegspläne einfordern – und EU-Subventionen für Laufzeitverlängerungen und AKW-Neubauten eine klare Absage erteilen. Handle jetzt – für eine atomfreie Zukunft!

Quelle

.ausgestrahlt 2026

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