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27.09.2017

Fahren mit Solarstrom: Aller guten Dinge sind drei

Die Kombination aus PV-Anlage, Stromspeicher und Elektroauto ist noch selten, obwohl sie effizient und sinnvoll ist. SW&W stellt Praktiker vor, die damit bereits Erfahrungen gesammelt haben. Den Auftakt machte in SW&W 7+8/2017 unser Autor Reinhard Siekemeier.

Am 6. Juli 2016 war es endlich soweit: Unsere neue PV-Anlage mit Stromspeicher ging ans Netz. Jahrelang hatte ich mich mit dem Thema beschäftigt, Artikel dazu verfasst (vgl. SW&W 03-2016 „Pack die Sonne in den Tank“), Messen besucht, Prospekte gewälzt und Beratungsgespräche geführt. Jetzt konnte ich endlich eigene Erfahrungen sammeln. Meine erste Amtshandlung nach Inbetriebnahme war eine Mail an die Stadtwerke Böblingen: „Bei uns ging heute eine 8,28 kW-PV-Anlage mit 6,9 kWh-Batteriespeicher in Betrieb. Dadurch wird unser Strombezug drastisch fallen. Wir rechnen mit einer Eigenverbrauchsquote von 80 % – auch dank unseres Elektroautos. Von daher bitten wir, den monatlichen Abschlag von aktuell 122,00 € um 100,00 € auf 22,00 € zu reduzieren.“

Abschlagswette mit den Stadtwerken

Zwei Wochen später kam die Antwort: „Die von Ihnen gewünschte Änderung des Abschlagsbetrages bestätigen wir Ihnen hiermit gerne.“ Allein mit der Einsparung von jährlich 1.200 € Stromkosten sind die Zinsen eines Fünf-Jahresdarlehens refinanziert, das wir für das netto 26.700 € schwere Projekt aufgenommen hatten.

Von da ab lautete das Motto: Den Eigenverbrauch maximieren, also Strom verbrauchen, wenn die Sonne scheint und der Akku liefern kann. Nach Ablauf des dunkleren Halbjahrs Ende März stand fest: Unsere „Abschlagswette“ war aufgegangen, die Nachzahlung lag bei 48,55 €. Von 4.485 kWh (inkl. Elektroautoladungen) Hausverbrauch kamen nur 993 kWh aus dem Netz, 3.492 kWh aus eigener Produktion. Die Autarkiequote lag bei 78 %. Und bis heute haben wir nur noch 84 weitere kWh bezogen.

Die Stadtwerke werden in Zukunft noch weniger Strom an uns verkaufen. Da sind wir schmerzlos. Auch wenn sie unser Elektroauto Renault Zoe fünf Jahre lang mit insgesamt 1.900 € fördern und wir dafür mit Stadtwerkewerbung herumfahren. Denn mit der jüngst erfolgten Aufrüstung des Batteriespeichers um ein viertes Modul steigt die Speicherkapazität auf 9,2 kWh. Damit kommen wir auch im Winter gut durch lange Nächte. 

Hier können Sie den Bericht weiterlesen

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