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18.12.2018

Billiger Wasserstoff dank Kat ohne Edelmetall

Kanadische Forscher sehen breiten Einsatz des umweltfreundlichen Energieträgers gekommen.

Im weltweiten Wettrennen um die günstigste Technik, Wasser mithilfe von Solar- und Windstrom in Wasser- und Sauerstoff aufzuspalten, ist es Forschern der University of Toronto gelungen, einen Katalysator zu bauen, der keine teuren Edelmetalle enthält, sondern lediglich Kupfer, Nickel und Chrom.

Meerwasser direkt nutzen
Materialforscher Cao-Thang Dinh begeistert, dass der neue Kat keinen Schaden nimmt, wenn er mit Meerwasser in Berührung kommt, das wegen seines Salzgehalts ganz schön aggressiv ist. Er kann also genutzt werden, um die mit weitem Abstand größte Wasserquelle der Welt zu nutzen. Es muss vor der Spaltung nicht mit hohen Kosten und großem Energieaufwand entsalzt werden wie beim Einsatz von anderen Katalysatoren.

Wasserstoff ist die Basis für zahlreiche Anwendungen, die weder die Umwelt noch das Klima belasten. Das leichte Gas kann in Brennstoffzellen genutzt werden, um Strom und Wärme zu erzeugen. Damit ist es ideal für den Einsatz in Elektrofahrzeugen. Brennstoffzellen sind allerdings noch so teuer, dass der Schwerpunkt bei der Elektromobilität mit Batterien liegt.

Prototypen funktionieren
"Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und CO2 für ihren Stoffwechsel brauchen und Kohlenwasserstoffe erzeugen", so Forscher Francisco Pelayo García de Arquer. Die Bakterien können Methan oder flüssige Treibstoffe herstellen. Das gelingt bereits in Prototypen, die etwa Electrochaea aus Planegg bei München oder MicrobEnergy, ein Tochterunternehmen des Heizungsbauers Vissmann, bauen und betreiben. Laut den Fachleuten ist der Stromverbrauch bei der Wasserspaltung mit ihrem Katalysator geringer als mit jeder anderen Technik auf der Welt. Nur die, die Platin enthalten, sind noch effektiver, funktionieren jedoch nicht mit Salzwasser.

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Quelle   pressetext.redaktionWolfgang Kempkens 2018

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