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17.05.2018

Steigende Temperaturen bedrohen Tropenvögel

15-jährige Studie zeigt Einfluss von Erderwärmung auf Populationen

Die globale Erderwärmung stellt eine Gefahr für nicht wandernde Singvögel, sogenannte Standvögel, dar. Zu dieser Erkenntnis kommen Forscher der kanadischen University of Guelph in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Windsor. Vor allem Tiere in tropischen Umgebungen sind bei weiter ansteigenden Temperaturen gefährdet. Der Grund liegt auf der Hand: Es wird ihnen einfach zu warm.

"Jede Vogelart kann betroffen sein"

"Prinzipiell kann jede Vogelart von klimatischen Veränderungen positiv oder negativ betroffen sein", wie Vogelforscher Ommo Hüppop vom Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland" gegenüber pressetext mitteilt. Hierbei spielen laut dem Experten nicht nur die Temperatur, sondern beispielsweise auch Niederschlag eine Rolle.

Für ihre Forschungen haben die Wissenschaftler 15 Jahre lang eine Population von Zaunkönigen in Costa Rica beobachtet. Einmal jährlich markierten sie die Vögel und überprüften so ihren Fortbestand. "Unsere Forschungen ergeben, dass Temperaturanstiege die Überlebenschancen von Tropenvögeln verringern", sagt Forschungsleiter Brad Woodworth. "Das Problem ist, dass sie nicht einfach auf kältere Regionen ausweichen können."

Tatsächlich zeigten die Ergebnisse über die Jahre hinweg, dass hohe Temperaturen den Vögeln mehr zusetzten und die Mortalitätsrate mit steigenden Temperaturen im Beobachtungszeitraum anstieg. "Die Werte waren stark abhängig von den klimatischen Bedingungen während der Trockenzeit und beeinflussten allem voran die männlichen Vögel", wie Woodworth erklärt. Weniger Einfluss nahmen die Temperaturen auf die Überlebenschancen von Weibchen.

Tropische Standvögel wenig erforscht

"Die meisten Forschungen konzentrierten sich bisher auf die Populationen von Wandervögeln oder Vögeln, die in klimatisch gemäßigten Regionen beheimatet sind", wie Forscher Dan Mennill feststellt. Die meisten Arten und vielfältigsten Vorkommen gäbe es jedoch in den Tropen. Diese seien von der globalen Erderwärmung am meisten betroffen, so der Wissenschaftler abschließend.   

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "pressetext.com“ (Wolfgang Rudloff) 2018 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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