Frieden ist möglich: Die Politik der Bergpredigt
Aus der Geschichte wissen wir, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeugt. Das erleben wir gerade in den letzten Tagen wieder. Israel und die USA werfen Bomben auf den Iran und töten tausende Menschen und der Iran antwortet mit Gegenschlägen.
Und die Gewaltspirale breitet sich immer weiter aus, auch mit unabsehbaren Folgen für Europa. Ein dritter Weltkrieg ist nicht mehr auszuschließen. Nicht nur Putin tötet tausende Menschen in der Ukraine, Trump und Netanjahu machen dasselbe im Iran und der Iran mit Hilfe der Hisbollah und der Hamas dasselbe im gesamten Nahen Osten.
Bei den Angriffen wurden schon am ersten Tag in einer iranischen Schule 168 Schülerinnen zwischen 7 und 12 Jahren getötet, sowie 28 Lehrerinnen und vier Eltern. Ein Angriff auf eine Schule ist ein Kriegsverbrechen.
Überall gilt nur ein Gesetz: Rache, Rache, Rache
Ein Ende ist nicht abzusehen. Präsident Trump hat gerade angekündigt: „Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen. Wir können noch viel mehr.“ Trump prahlt geradezu mit seinem Massenmord! Er fordert den Friedensnobelpreis und spielt zugleich den verantwortungslosen Kriegsherren. Selbst Kanzler Merz hat nach seinem Besuch bei Trump festgestellt: „Einen Plan für den Iran haben die Amerikaner nicht.“ Der einzige Plan heißt: Bomben, Bomben, Bomben, Raketen, Raketen, Raketen.
Und die vielen Kriege belasten das Klima und die Umwelt zusätzlich. Und sie führen zu weiteren Flüchtlingsströmen. Auch die fossilen Energiepreise werden weiter steigen.
Auch in Afghanistan wollten die USA mit Bomben die Welt verbessern. Damals regierten die Taliban. Aber auch nach dem Krieg in Afghanistan regieren wieder die Taliban. Oder im Irak. Es regierte der schreckliche Saddam Hussein. Heute herrscht dort das Chaos. Oder in Libyen: Da herrschte Muammar al-Gaddafi, jetzt herrscht dort ein Bürgerkrieg… Alles wollten die USA immer durch Bomben ändern. Dagegen Jesus in seiner Bergpredigt: Gewalt ist keine Lösung. Wann lernen wir endlich aus der Geschichte?
Noch immer gilt das altrömische Motto: „Wer Frieden will, muss den Krieg vorbereiten.“ Das einzige Ergebnis dieser Politik ist: immer mehr Kriege und immer mehr Tote. Wir haben zur Zeit mehr Kriege als je zuvor nach 1945. Ein Ende des kriegerischen Wahnsinns ist nicht abzusehen.
Was sagt uns in dieser Situation der wunderbare junge Mann aus Nazareth, den alle Christen zum Vorbild haben oder haben sollten, in seiner Bergpredigt? Auch der Massenmörder Trump und der Massenmörder Putin sind doch Christen. Die große Alternative müssen wir jetzt im Atomzeitalter endlich lernen: Wer Frieden will, muss den FRIEDEN vorbereiten. Zum Beispiel so wie es Jesus in seiner Bergpredigt vorgeschlagen hat. Was wäre intelligente, jesuanische Feindesliebe ganz konkret und praktisch heute? Also: Wie können wir die Bergpredigt heutig machen?
Auch in Deutschland sagen aber die meisten Politiker bis heute: „Mit der Bergpredigt kann man nicht regieren.“ Bismarck hat das gesagt. Helmut Schmidt hat gesagt: „Mit der Bergpredigt kann man nicht regieren.“ Und Helmut Kohl hat mir das in die Fernsehkamera gesagt: Wir erleben gerade wieder, was das heißt. Es gibt in unserer Lebenszeit nur eine erfolgreiche Ausnahme: Michael Gorbatschow, der frühere Kommunistenchef.
Mit ihm zusammen habe ich das Buch geschrieben: „Nie wieder Krieg – Kommt endlich zur Vernunft“ Ich habe ihn in Moskau kurz vor seinem Tod Michail Gorbatschow gefragt: „Gibt es für Sie im Atomzeitalter ein Überlebensprogramm für die Menschheit?“ Und Gorbatschow sagte mir wörtlich: „Ich kenne nur ein Überlebensprogramm für die Menschheit: Das ist die Bergpredigt Jesu.“ Das sagte der frühere Kommunistenchef!
Was schlägt denn Jesus in seiner Bergpredigt konkret vor?
„Selig sind die Friedensstifter,“ nicht die Kriegstreiber wie Putin oder Trump. In Moskau aber sagt der oberste Christ, Patriarch Kyrill: „Putin ist ein Gottesgeschenk, er führt einen heiligen Krieg.“ Und in den USA sagt Trump ebenfalls: „Ich handle im Auftrag Gottes. Gott hat mir das Leben gerettet bei einem Anschlag auf mich.“ Kriege im Namen Gottes! Und das im Jahr 2026 nach Christus und nach der Bergpredigt. Eine schlimmere Gotteslästerung ist kaum denkbar.
Was meint denn Jesus mit seinem Vorschlag der „Feindesliebe“ in der Bergpredigt?
Das wird leider oft missverstanden. Feindesliebe im Sinne Jesu heißt ja nicht: „Lass dir alles bieten.“ Jesus war doch politisch kein Depp. Feindesliebe im Sinne Jesu heißt vielmehr: „Sei klüger als dein Feind. Versuche, Dich in ihn hineinzuversetzen. Mache den ersten Schritt auf den Anderen zu. Suche die Schuld für Konflikte nicht nur bei anderen, sondern auch bei dir selbst.“ Das ist Jesu Originalton. Also Nächstenliebe, Fernstenliebe und Feindesliebe gehören zusammen. Das ist die große Alternative zu den Massenmorden heute im Atomzeitalter.
Ich habe in unserem gemeinsamen Buch Michail Gorbatschow auch gefragt: „Was wäre denn ein Atomkrieg?“ Und Gorbatschows Antwort werde ich nie vergessen: Der kluge Freund Jesu in Moskau sagte: „Ein Atomkrieg wäre der letzte Krieg der Menschheit, weil es danach keine Menschen mehr gäbe, die noch einen Krieg führen Könnten.“
Gorbatschow war überzeugt, dass heute jeder konventionelle Krieg auch zu einem Atomkrieg führen kann. Er wusste, wovon er redete, denn er besaß die Macht, einen Atomkrieg führen zu können.
Gorbatschow aber zeigte, dass es immer Alternativen gibt zu dem, was heute passiert. Seine kluge Politik der Bergpredigt führte zu größten Abrüstung in der Menschheitsgeschichte, zur friedlichen deutschen Einheit, zum Ende des kalten Krieges und zur Auflösung des Warschauer Paktes. Dank Gorbi wurden in den Neunzigern etwa 80 Prozent aller damaligen Atomwaffen weltweit und kontrolliert vernichtet. Sage also niemand: Die Bergpredigt mit Feindesliebe sei reine Spinnerei oder politische Träumerei. Der Realpolitiker Gorbatschow hat das Gegenteil ganz konkret und praktisch vorgelebt und bewiesen.
Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne?
Wo bleibt heute das Völkerrecht mit seiner Gewaltfreiheit, zu dem auch wir Deutsche uns nach 1945 und erst recht nach 1989, nach der deutschen friedlichen Wiedervereinigung, verpflichtet haben? Wird Trumps Iran-Krieg besser, nur weil Putin in der Ukraine dasselbe macht? Nein, es wächst vielmehr mit jedem neuen Krieg die Gefahr eines Atomkriegs. Wir brauchen deshalb als erstes eine atomwaffenfreie Welt – so wie sie im Atomwaffenverbotsvertrag von 99 UNO-Staaten bereits vorgesehen ist – und ebenso eine hundertprozentige Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, damit wir den heutigen Hauptkriegsgrund : „Kriege um Öl und Gas“ überwinden können. Sowohl in der Ukraine, wie auch im Iran und in Venezuela, in Grönland und im gesamten Nahen Osten geht es immer zuerst ums Öl und ums Gas.
Deshalb ist wiederum die Bergpredigt hilfreich, wenn es um Alternativen geht: Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne? Jesus vor 2.000 Jahren schon in seiner Bergpredigt: „Die Sonne des Vaters scheint für alle.“ Und diese Sonne schickt uns jede Sekunde unseres Hierseins 10.000 Mal mehr Energie als alle acht Milliarden Menschen heute verbrauchen. In Wirklichkeit gibt es gar kein Energieproblem, aber eine falsche Energiepolitik.
Die großen Alternativen unserer Zeit hat Jesus aus Nazareth schon vor 2.000 Jahren aufgezeigt: Feindesliebe und Frieden durch die Sonne statt Kriege um Öl. Wir müssen dieses ganz realistische Friedensprogramm jetzt „nur“ noch umsetzen. Sonne und Wind sind die großen Friedensenergien. Die Lösung des Energieproblems steht am Himmel: Energie vom Chef selbst, Energie von ganz, ganz oben. Wir müssen uns öffnen für die Energie von oben. Das ist der Vorschlag des Bergpredigers. Es gibt immer Alternativen. Nach 2.000 Jahren sollten wir das endlich verstehen.
Die Natur bietet uns alles, was wir für ein lebenswertes Leben brauchen. Und die friedlichen erneuerbaren Energien sind von ganz anderer Qualität als die fossil-atomaren Energien und ohne Folgeprobleme: ohne nicht entsorgbaren Atommüll, ohne verpestete Luft und ohne vergiftetes Wasser, ohne sterbende Wälder und ohne saure Böden. Die ganz andere jesuanische solare Energiepolitik sorgt wie „von selbst“ für eine ökologische Wirtschaft und für Millionen zukunftsfähiger Jobs. Wir haben heute weltweit bereits über 14 Millionen Arbeitsplätz bei erneuerbaren Energien. Aus dem alttestamentlichen „Macht Euch die Erde untertan“ gilt es ein jesuanisches „Macht Euch der Erde untertan“ zu machen.
Wir können eine solare Weltrevolution organisieren. Das wäre ein jesuanischer Aufbruch in eine neue bessere Menschheitsepoche. Zukunft braucht Frieden.









