Asien-Pazifik Region dominiert globalen Ausbau der Solarenergie
68% der globalen Leistung entfielen auf diese Region
Die Region Asien-Pazifik (APAC) hat sich in den vergangenen Jahren zum weltweit führenden Markt für Photovoltaik entwickelt. Laut einer aktuellen Analyse des Daten- und Beratungsunternehmens GlobalData entfielen Mitte der 2020er-Jahre rund 68 Prozent der global installierten Solarleistung auf diese Region – ein deutlicher Beleg für ihre zentrale Rolle im weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien.
Im Bericht „Asia Pacific Renewable Energy Policy Handbook 2026“ hebt GlobalData insbesondere China als treibende Kraft hervor. Das Land installierte allein im Jahr 2025 neue Solarkapazitäten im Umfang von 278,9 Gigawatt und setzt damit weiterhin den globalen Maßstab. Auch Indien verzeichnet ein starkes Wachstum: Mit rund 31 Gigawatt neu installierter Leistung zählt das Land mittlerweile zu den größten Solarmärkten weltweit. Japan bleibt trotz seines bereits hohen Ausbaustands dynamisch und steuerte etwa 6,5 Gigawatt bei, während Australien mit rund 4,6 Gigawatt – vor allem dank zahlreicher Dachanlagen – eine führende Rolle pro Kopf einnimmt.
Auch andere Länder der Region tragen zunehmend zum Wachstum bei. In Südkorea sowie in Teilen Südostasiens, insbesondere in Vietnam, hat sich die Solarenergie in den letzten Jahren rasant entwickelt und sorgt für zusätzliche Dynamik im Markt.
Als wesentliche Gründe für diese Entwicklung nennt GlobalData mehrere strukturelle Faktoren. Die Kosten für Solartechnologie sind durch ein großes Angebot deutlich gesunken, wodurch Photovoltaik zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung zählt. Gleichzeitig fördern viele Regierungen den Ausbau gezielt durch Ausbauziele, finanzielle Anreize und Ausschreibungen. Solarenergie gilt dabei als Schlüsseltechnologie für Dekarbonisierung und Energiesicherheit.
Ein weiterer Vorteil der APAC-Region liegt in ihrer starken industriellen Basis: Insbesondere China dominiert die globale Produktion von Solarkomponenten. Diese Position ermöglicht Skaleneffekte, stabile Lieferketten und niedrigere Projektkosten. Parallel dazu steigt das Vertrauen von Investoren, was den Zugang zu Kapital erleichtert und die Umsetzung immer größerer Projekte unterstützt.
Die Perspektiven für die kommenden Jahre bleiben laut GlobalData äußerst positiv. Vor allem China dürfte seine führende Rolle bis in die späten 2020er-Jahre behaupten, während Indien und andere Länder ehrgeizige Ausbauziele bis 2030 verfolgen. Trotz Herausforderungen wie Netzintegration oder Flächenverfügbarkeit sorgen politische Anpassungen und innovative Ansätze – etwa schwimmende Solaranlagen – dafür, dass das Wachstum weiter anhält.
Damit ist absehbar: Die Asien-Pazifik-Region wird ihre Spitzenposition im globalen Solarmarkt auch in den kommenden Jahren beibehalten.







