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© Depositphotos | olivermayer | Dem staatlichen französischen Energiekonzern EDF wachsen die Probleme mit seiner alternden AKW-Flotte über den Kopf.

Frankreich: Das Atomkraftproblem wird immer größer

Drei weitere Atomkraftwerke müssen wegen Problemen vom Netz gehen!

EDF, der französische Energiekonzern, der Eigentümer aller französischen Kernkraftwerke ist, hat heute bekannt gegeben, dass nun auch die Reaktoren Cattenom 3 in Mosel, Bugey 4 in Ain und Chinon 3 in Indre-et-Loire in den nächsten Monaten abgeschaltet werden müssen.

Es sind weitere Kontrollen notwendig, da es möglicherweise Korrosionsprobleme in diesen Kraftwerken gibt. Derzeit sind bereits vier der französischen Kernkraftwerke vom Netz, bei diesen wurden bei der Überprüfung die Korrosionsprobleme bereits bestätigt.

Drei weitere Reaktoren werden bereits überprüft, allerdings noch während den routinemäßig geplanten Abschaltungen. Flamanville 2 wird um 5 Wochen länger vom Netz sein als geplant. Die Reaktoren Penly 1 und Cooz 1, bei denen die Probleme bereits bestätigt wurden, werden fünf Monate länger nicht am Netz sein. Penly 1 bis Ende Oktober und Cooz 1 bis zum 31. Dezember.

Infolge der Probleme wurden auch die Jahresproduktionsprognosen für Atomstrom von ursprünglich im Vorjahr genannten 330–360 und dann auf 300-330 Terawattstunden (TWh) auf 295–315 TWh reduziert. Damit erhöhen sich die Probleme der Stromversorgung in Frankreich und es dürfte weiterhin Strom importieren müssen.

Quelle

oekonews.at / Doris Holler 2022

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