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Depositphotos.com | alexlmx | El Nino

© Depositphotos.com | alexlmx | El Nino

El Nino: Die Zeichen stehen auf Sturm

Im Pazifik wird das Wasser immer heißer. Jetzt ist es auf der Höhe des Äquators an der Oberflächte über 30 Grad heiß. Das sind mehr als drei Grad über dem langjährigen Mittelwert. Im „SPIEGEL“ warnt der Klimaspezialist Christian Stöcker zurecht: „Das wir teuer und tödlich“ (Spiegel, 11.10 2026).

Die wahrscheinlichen Folgen können katastrophal sein: Noch mehr Dürren und Ernteausfälle 2027 als schon 2026, noch mehr Waldbrände, noch mehr ausgetrocknete Moore und in überhitzten Ozeanen noch mehr Korallenbleiche. Wann endlich wacht auch die deutsche Bundesregierung auf?

Christian Stöcker: „Das zyklisch auftretende Phänomen El Niño ist viel älter als die menschengemachte Klimakrise. Dass wir den Planeten immer weiter aufheizen, verschiebt seine Heftigkeit aber in neue Dimensionen. El Niño bringt keine zusätzliche Hitze ins Erdsystem – der Ozean gibt nur Hitze ab, die er zuvor gespeichert hat. Das aber wird immer mehr, denn wir haben die Energiebalance der Erdatmosphäre  längst in dramatischer Weise verschoben.

Eine zusätzliche Sorge ergibt sich aus der Tatsache, dass wärmeres Wasser weniger CO₂ speichert , weil der Transport des Kohlenstoffs in tiefere Schichten sich verlangsamt. Bislang sind die Weltmeere ein wichtiger Puffer, der die schlimmsten Auswirkungen unserer Sucht nach fossilen Brennstoffen dämpft. Aber wie lange noch?“

Vor 26 Jahren ging die Weltbank bei einem El Nino noch von Schäden von 45 Milliarden Dollar aus. Heute könnte es das hundertfache sein, so eine Studie in der Fachzeitschrift Science“ schon im Jahr 2023. Doch darauf ist die Weltwirtschaft nicht eingestellt.

Wir Menschen nennen uns homo sapiens, der weise Mensch, aber verhalten uns wie homo Dummkopf. Wir zerstören unsere eigenen Lebensgrundlagen und pfuschen dem uns liebenden Schöpfer-Gott voll ins Handwerk. Dabei wissen wir schon lange, dass wir als eine Menschheit wie eine Menschheitsfamilie miteinander verbunden sind.  

Das elfte Gebot sagt heute: „Achte die Erde und all ihre Geschöpfe.“ Doch wir rotten täglich 180 Tier- und Pflanzenarten aus. Mitgefühl für alle Lebewesen, „Ehrfurcht vor allem Leben“ (Albert Schweitzer) ist von entscheidender Bedeutung für unser eigenes Überleben.

Dazu schreibt der Physiker, Computer-Spezialist und Erfinder des Mikroprozessors Federico Faggin: „Die Vorstellung, dass die Technologie allein uns retten kann, ist Teil der arroganten Verblendung, die den Verstand all derer erobert hat, die ihr Herz verloren haben und sich für rational halten“ (Federico Faggin „Jenseits des Unsichtbaren – Wo Wissenschaft und Spiritualität zusammentreffen, Seite 281).

Quelle

Franz Alt 2026

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