‹ Zurück zur Übersicht

© Depositphotos.com | belchonock |

Wider das Wettrüsten

Kriege sind ein Verbrechen an der Menschheit. Ein Atomkrieg wäre wohl der letzte Krieg, denn danach gäbe es wahrscheinlich keine Menschen mehr, die noch einen Krieg führen könnten.

Der Mahnruf des bisher missachteten Gewissens heißt: Vergesst nicht die Lehren der großen Atomkatastrophen! In Hiroshima und Nagasaki warfen vor 81 Jahren Flugzeuge erstmals Atom­bomben ab. Die Oberbürgermeister dieser Städte haben sich schon vor 40 Jahren geschworen, dass der atomare Massenmord in ihren Städten von der Menschheit niemals vergessen oder verdrängt werden dürfe und gründeten die weltweite Organisation „Bürgermeister für den Frieden“, der sich inzwischen 8584 Bürgermeister aus 166 Ländern angeschlossen haben – darunter auch die Bürgermeister von mehr als 900 deutschen Städten und Gemeinden, auch aus dem gesamten badischen Raum.

Seit 2000 Jahren gilt der altrömische Grundsatz „Wer Frieden will, muss den Krieg vorbereiten.“

Das Ergebnis dieser Politik: 2000 Jahre lang Kriege, Massenmord und unendliches Leid. Auf Grund dieser Erfahrungen müssen wir endlich diese Philosophie entwickeln: „Wer Frieden will, muss den Frieden vorbereiten.“ Also abrüsten und nicht aufrüsten, wie es auch die derzeitige Bundesre­gierung tut, indem sie immer mehr Geld in die Rüstung steckt, vor allem, um den US-Präsidenten zu beruhigen. Von einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung kann man erwarten, dass sie sich eher an einer Politik der Bergpre­digt orientiert als an den Wünschen eines gefährlichen US-Präsidenten, der jeden moralischen Kompass verloren hat.

Die USA geben mehr als achtmal mehr Geld für Rüstung und Militär aus als Russland und dreimal so viel wie China. Wer bedroht hier eigentlich wen? Mit einem Zehntel der weltwei­ten Militärausgaben könnten wir dafür sorgen, dass kein Kind mehr verhungern muss. Und mit einem weiteren Zehn­tel könnten wir dafür sorgen, dass alle Kinder zur Schule können.

Wären dies nicht lohnendere Ziele als ein neues Wettrüsten zu beginnen, wie es die USA, China und Russland, aber auch Deutschland gerade wieder tun? Wann endlich lernen wir, dass nicht Hass und Wettrüsten der Sinn unseres Hier­seins ist, sondern Liebe und Frieden? Wir müssen Frieden und Sicherheit neu denken so wie es Jesus in der Bergpredigt gefordert hat.

Quelle

Von Franz Alt 2026, Autor und ehemaliger TV-Moderator | Erstveröffentlichung „Konradsblatt“

Diese Meldung teilen

‹ Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren