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© Shiva, Vandana „Die Natur der Natur – Die Klimazerrüttung: eine Stoffwechselstörung“ | Neue Erde 2025

Die Natur der Natur – Die Klimazerrüttung

Neues Buch von Vandana Shiva „Die Natur der Natur“: Was wir essen, entscheidet über unsere Zukunft

Die Agrar- und Lebensmittelindustrie ist einer der Haupttreiber der Klimakrise. Zudem beschert sie uns Hunger im globalen Süden und eine Epidemie der chronischen Krankheiten in den Industrieländern. Der Plan für die Zukunft ist eine noch intensivere, digitalisierte Landwirtschaft ohne Bauern mit künstlichen Lebensmitteln aus dem Labor – angeblich zur Rettung des Klimas.
 
Die weltbekannte Umweltschützerin, Quantenphysikerin und Globalisierungskritikerin Vandana Shiva zeigt in ihrem neuen Buch, dass genau das Gegenteil der Fall ist, indem sie die unheilvolle Allianz von Big Ag, Big Food und Big Tech als Profiteure dieser falschen Lösungen entlarvt. Nicht Geoengineering, Gentechnik und „Fake Food“, sondern die Kooperation mit der Intelligenz der Natur und ihren eigenen, über Jahrtausende bewährten Techniken können uns aus der Misere führen. Denn die Klimakrise ist eine Stoffwechselstörung des Planeten, die es zu heilen gilt, so die Autorin im Buch.

Solange wir zulassen, dass die Agrarindustrie Böden und Artenvielfalt und somit den essentiellen Kohlenstoffkreislauf zerstört, kann sich auch die Biosphäre nicht erholen, die das Klima reguliert. Zudem verschmutzt sie die Atmosphäre mit Treibhausgasen, die wiederum eng mit der Biosphäre verknüpft ist, und zerstört durch ultraverarbeitete Lebensmittel unser Darmmikrobiom – ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen.

Es ist an der Zeit zu erkennen, wie eng das Klima mit der Biodiversitätskrise und dem industriellen Ernährungssystem zusammenhängt. In „Die Natur der Natur“ zeigt Vandana Shiva, wie wir durch Agrarökologie und Lokalisierung die Atmosphäre zu 100% von Treibhausgasen befreien und das Nahrungsnetz, den Boden, unsere Gesundheit und unsere Gemeinschaften regenerieren können. Die Art, wie wir uns ernähren, wird zum Gamechanger für die Zukunft.

Der Mensch: eine Faser im Gewebe des Lebens

Bevor wir die multiplen globalen Krisen bewältigen können, müssen wir zuerst unsere Paradigmen an den tatsächlichen Gegebenheiten ausrichten. In Die Natur der Natur argumentiert die weltbekannte Umweltschützerin und Aktivistin Vandana Shiva, dass Nahrung die Währung des Lebens ist, ein Faden, der durch das Netz allen Lebens gewebt und nicht von der Erde und ihren natürlichen Systemen zu trennen ist. Wenn diese wechselseitige Abhängigkeit unterbrochen wird – wie es jetzt der Fall ist –, entstehen die Bedingungen für die »Stoffwechselstörung« von Klimazerrüttung und zahlloser anderer ökologischer Ungleichgewichte.

Die Vorschläge von Big Ag und Big Tech zur Lösung der miteinander verflochtenen Klima- und Ernährungskrise werden beide nur noch verschlimmern. Mit Klarheit und in einer detaillierten Analyse entlarvt Shiva die falschen Versprechungen der technologieorientierten, laborintensiven digitalen Landwirtschaft und deckt die Gefahren auf, die von gefälschten und ultra-verarbeiteten Lebensmitteln ausgehen: Gefahren für die Umwelt und Ursache für den weiteren Anstieg der Treibhausgasemissionen sowie Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier und unsere Ernährungssicherheit.

In Die Natur der Natur bezieht Shiva kraftvoll Stellung und argumentiert mit Dringlichkeit und Leidenschaft für eine Ernährungs- und Klimazukunft, die nicht auf Techno-Optimismus, Halluzinationen und Konzernwahn beruht, sondern auf der natürlichen Regeneration der Artenvielfalt in Partnerschaft mit der Biosphäre baut.

»Man hat sie den ›Getreide-Gandhi‹ genannt, den ›Rockstar‹ der Anti-GVO-Bewegung und eine ›Öko-Kriegsgöttin‹…. Vor allem aber ist sie der festen Überzeugung, dass die Lebensmittel, die wir essen, wichtig sind, denn sie machen uns zu dem, was wir sind: körperlich, kulturell und spirituell.« BBC

»Die Natur der Natur zeigt die unbestreitbaren Zusammenhänge zwischen der globalen Erwärmung und einem überholten Agrarsystem auf und leitet die Menschheit zu einem ökologisch sensibleren Ansatz bei der Lebensmittelversorgung an, bei welchem die Natur als Allgemeingut für alles Leben auf der Erde behandelt wird.« Jeremy Rifkin, Wirtschaftstheoretiker, Sozialtheoretiker, Schriftsteller und Aktivist

Quelle

Neue Erde 2025

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