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pixabay.com | Manfred Richter | Seehunde sind auf Schutzmaßnahmen angewiesen.

© pixabay.com | Manfred Richter | Seehunde sind auf Schutzmaßnahmen angewiesen.

Große Mehrheit will besseren Meeresschutz

BUND-Umfrage: 91 Prozent halten Schutz für wichtig oder unerlässlich – 98 Prozent der Befragten wollen sauberere Meere – 85 Prozent erwarten von der Politik mehr Einsatz für die biologische Vielfalt – Grundschleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten strenger regulieren.

Ergebnisse einer unabhängigen und repräsentativen Umfrage für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigen eine große Unterstützung der Bürger*innen für den Meeresschutz. 9 von 10 Bürger*innen (91 Prozent) in Deutschland finden den Schutz der Meeresökosysteme wichtig oder unerlässlich. Die Befragten wollen, dass die Verschmutzung im Meer verringert wird (98 Prozent). Lebensräume (97 Prozent) und wildlebende Arten (96 Prozent) sollen geschützt werden. Auch illegale und unregulierte Fischerei soll verringert (94 Prozent) und die Überfischung gestoppt (93 Prozent) werden.

Olaf Bandt, BUND-Bundesvorsitzender: „Die Bürger*innen wollen einen gestärkten Meeresnaturschutz sehen. Deswegen erwarten 85 Prozent der Befragten, dass Politiker*innen dem Schutz der Meeresvielfalt eine höhere Priorität einräumen. Die Ergebnisse der Umfrage geben der BUND-Arbeit und unseren Forderungen Rückenwind. Die Nord- und Ostsee ist in einem schlechten Zustand und es wird noch nicht genug für ihren Schutz getan. Wir werden diese Aufforderung an die deutschen Politiker*innen auf nationaler und EU-Ebene weitergeben.“ 

Meeresschutzgebiete bieten noch keinen Schutz

Wichtige Lebensräume und Meerestiere stehen in den deutschen Meeresgewässer bereits unter Schutz. Doch der Großteil dieser Meeresschutzgebiete ist weiterhin großen Belastungen und Bedrohungen ausgesetzt. Grundschleppnetze dürfen immer noch einen Großteil der geschützten Sandbänke und Riffe zerstören. 82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Grundschleppnetzfischerei strenger reguliert werden sollte. Drei Viertel würden die zerstörerische Fangmethode in Meeresschutzgebieten verbieten. Diese Forderung spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen der sechs weiteren EU-Länder wieder. Es zeigt sich somit ein europäisches Momentum für den Meeresnaturschutz.

Bandt: „Das Fischen mit Grundschleppnetzen in den Schutzgebieten ist nicht mehr tragbar. Europäische Mitgliedstaaten wie Griechenland und Schweden gehen jetzt voran und haben angekündigt die zerstörerischen Netze aus den Gebieten auszuschließen. Deutschland muss hier mitziehen.“ 

Quelle

BUND.net 2024

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