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© pixabay.com | Hans | Rauchende Schlote: Wirtschaft für viele wichtiger als Klimawandel

Wirtschaftslage ist wichtiger als Klimawandel

RWI-Forscher sehen bei der deutschen Bevölkerung eine erstmalige Verschiebung im Jahr 2025.

Für immer mehr Deutsche ist der Klimawandel nicht mehr das drängendste gesellschaftliche Problem: Die wirtschaftliche Lage hat ihn im Jahr 2025 erstmals überholt. Gleichzeitig ist die Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren und der Stromnetze so hoch wie nie zuvor. Das zeigt eine Analyse des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

„Prioritäten haben sich gedreht“

„Innerhalb von nur vier Jahren haben sich die Prioritäten der Menschen gedreht. 2021 nannten noch etwa 60 Prozent der Befragten das Thema Umwelt und Klimawandel als eines der beiden wichtigsten Probleme des Landes, 2025 sind es nur noch knapp 32 Prozent“, erläutert RWI-Energieexperte Manuel Frondel.

Im gleichen Zeitraum hat sich laut dem Ökonomen der Anteil derer, die die wirtschaftliche Lage als eines der beiden wichtigsten Probleme nennen, von etwa 15 auf 37,0 Prozent mehr als verdoppelt. Für die Politik bedeute das, baldmöglichst umfangreiche Wirtschaftsreformen zu beschließen.

Denn die Bereitschaft vieler Bundesbürger, für den Klimaschutz Einbußen beim Wirtschaftswachstum in Kauf zu nehmen, sinkt. Nur noch 51,8 Prozent der Befragten befürworten dies 2025, nach 64,7 Prozent im Jahr 2022.

Wirtschaft, Klimawandel, Sicherheit

Während 2021 noch 59,3 Prozent den Klimawandel als eines der zwei wichtigsten Probleme sahen, waren es 2025 nur noch 31,8 Prozent. Erstmals liegt die wirtschaftliche Lage vorn, die 37 Prozent der Befragten als eines der beiden dringendsten Probleme nennen, gefolgt vom Thema Umwelt und Klimawandel mit 31,8 Prozent.

Danach folgten die internationale Sicherheitslage mit 29,4 Prozent sowie Inflation mit 21,4 Prozent. Einwanderung lag mit 19,1 Prozent deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren, berichtet das RWI. Die abnehmende gefühlte Dringlichkeit ist dabei nicht mit wachsender Skepsis gegenüber dem Klimawandel selbst zu verwechseln.

Denn 93,9 Prozent glauben 2025 an seine Existenz, 72,4 Prozent halten ihn für menschengemacht. Beide Werte liegen seit Beginn der Messung im Jahr 2021 im Rahmen des Sozialökologischen Panels konstant auf hohem Niveau. Den Ausbau der Erneuerbaren befürworten 88,6 Prozent; den Ausbau der überregionalen Stromnetze 88 Prozent – seit 2021 ein Plus von knapp 17 Prozentpunkten.

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Florian Fügemann) 206 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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