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pixabay.com | klausdie

© pixabay.com | klausdie

Solarparks verringern die Erosion von Wüsten

Staubbelastung entfernter Regionen nimmt laut den Universitäten Nanjing und Peking deutlich ab.

Forscher der chinesischen Universitäten Nanjing und Peking nutzen Solarkraftwerke, um die Erosion von Wüsten aufzuhalten. Die Anlagen haben einen besonders hohen Ertrag, weil die Sonne dort überdurchschnittlich häufig scheint. Das ist wichtig für die Staubreduzierung, denn sie bremsen bodennahen Wind ab, sodass er weniger Staub aufwirbeln und in die Atmosphäre transportieren kann.

14 Prozent weniger Luftbelastung

So sorgen Solarparks für bessere Luft in den Städten (Illustration: Yueting Hao, nju.edu.cn)

Modellrechnungen der Atmosphärenwissenschaftlerin Yueting Hao von der Universität Nanjing und ihrer Kollegen zeigen, dass der in China geplante Ausbau von Solarparks bis 2060 die durchschnittlichen Konzentrationen von Luftpartikeln im Frühjahr in ganz Nordchina um fast 14 Prozent senken könnte. Derzeit gibt es in der Wüste Gobi bereits mehr als 1.000 Photovoltaikanlagen. 2022 bedeckten sie 504 Quadratkilometer – neuere Zahlen sind nicht bekannt.

Das Team um Yueting wollte die These überprüfen, dass diese Anlagen dazu beitragen, die Luft in großen Teilen von China zu verbessern – abgesehen davon, dass sie Kohlekraftwerke ersetzen. Dazu hat das Team Satellitenbilder mit Computermodellen kombiniert, um Windgeschwindigkeiten und Staubbildung in der Nähe von Solaranlagen zu dokumentieren.

Vegetation erholt sich signifikant

Laut den in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten Ergebnissen hat die Vegetation in der Nähe der Solarparks im Frühjahr im Vergleich zu den Bedingungen vor dem Bau der Solarparks um etwa 17 Prozent zugenommen. Dadurch nimmt die Erosionsanfälligkeit des Bodens – also die Leichtigkeit, mit der er vom Wind abgetragen und als Staub in die Atmosphäre gelangt – um denselben Prozentsatz ab.

Zudem wirken die Solarmodule selbst als Hindernisse für den Wind, was die Staubbildung weiter reduziert. Das Team der Wissenschaftler schätzt, dass die bestehenden Solarparks die Staubemissionen aus der Region im Frühjahr um 350.000 Tonnen pro Monat reduzieren.

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Wolfgang Kempkens) 2026 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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