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© Illustration: So komplex ist die Wärmedämmfolie aufgebaut (Bild: Jun Liu, ncsu.edu)

Steife Hightech-Folie bändigt störende Wärme

Forscher der North Carolina State University haben eine neue steife Folie entwickelt, die als optimaler Isolator dient. Damit werden bei hohen Temperaturen betriebene Brennstoff- oder Solarzellen noch effektiver.

Aber auch Fahrzeuge im Weltraum lassen sich damit besser vor Hitze und Kälte schützen – und selbst in der Küche könnte die neue Folie eingesetzt werden, um die Griffe von Kochtöpfen und Pfannen vor Überhitzung zu bewahren.

Vermeintliches Wundermaterial

Das vermeintliche Wundermaterial hat Dali Sun gemeinsam mit Jun Liu entwickelt. Die Wärmeleitfähigkeit der Folie ist den Experten zufolge so gering, dass das theoretisch mögliche Minimum nahezu erreicht wird. „Wir haben ein Material entwickelt, das sehr steif ist und gleichzeitig extrem gut gegen Wärme isoliert – besser als jedes Material, das man in der Natur finden würde“, sagt Sun.

Die Lösung fanden die Wissenschaftler der North Carolina State University in einer Materialklasse, die als zweidimensionale organisch-anorganische Hybrid-Perowskite bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um Halbleiter, die aus abwechselnden organischen und anorganischen Schichten mit einer hochgeordneten kristallinen Struktur bestehen. Jede ist nur wenige Moleküllagen dick.

Industrielle Herstellung möglich

Im organischen Teil haben die Ingenieure zudem Kohlenstoff-Ketten durch Benzolringe ersetzt. So konnten sie Steifigkeit und Wärmeleitfähigkeit der Folie steuern. Obwohl der Aufbau extrem komplex klingt, lassen sich die Folien in großen Mengen im industriellen Maßstab herstellen, so die Entwickler.

„Das von uns hergestellte Material ist 700 bis 10.000 Mal steifer als Silikon und isoliert fünfmal besser gegen Wärme“, unterstreicht Liu. Silikon wird unter anderen zur Abdichtung von Fugen im Bauwesen und als hitzebeständige Backform genutzt. Die Entwickler stellten ihr Produkt kürzlich in der Fachzeitschrift „Science Advances“ vor.

Quelle

Der Bericht wurde von der Redaktion „pressetext.com“ (Wolfgang Kempkens) 2026 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! 

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