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28.12.2019

UNICEF: Kinder sind das Wertvollste, das wir haben

Das UNICEF-Foto des Jahres 2019 erzählt vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit.

Auf dem Siegerbild porträtiert der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach die 13-jährige Wenie, die in einem Meer von Müll im Hafen von Manila (Philippinen) Plastikreste aus dem Wasser fischt.

Auch der zweite und der dritte Preis fangen die Verletzlichkeit, aber auch die Stärke von Kindern angesichts bedrückender Lebensumstände ein. Der australische Fotograf Andrew Quilty zeigt in einem an alte Meister erinnernden Familienporträt aus Afghanistan sieben Kinder – keines hat mehr beide Beine. Folgen der Explosion eines Blindgängers in ihrem abgelegenen Dorf. Mit dem dritten Preis wurde die Reportage des spanischen Fotografen Antonio Aragón Renuncio über arbeitende Kinder in Goldminen in Burkina Faso ausgezeichnet.

„Das UNICEF-Foto des Jahres erzeugt Nähe; Nähe zu Kindern, die sonst kaum jemand sieht. Es zeigt ihre Not – aber auch ihre Stärke, selbst unter den trostlosesten Bedingungen nicht aufzugeben“, erklärte Elke Büdenbender, Schirmherrin von UNICEF Deutschland, bei der Preisverleihung in Berlin. „Unsere Botschaft lautet: Kinder sind das Wertvollste, das wir haben. Wir alle tragen Verantwortung für ihr Leben und ihre Zukunft.“

„Das UNICEF-Foto des Jahres 2019 visualisiert auch 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention die vielen Felder, auf denen aus einem schönen Traum noch Realität werden muss. Es ist ein Appell, globale Probleme nicht wegzureden. Von Armut und Ausbeutung, von Krieg und Flucht, von Hunger und mangelnden Bildungschancen sind Millionen von Kindern besonders brutal betroffen; und das gilt auch für die bereits zu spürenden Folgen des Klimawandels“, sagte Peter-Matthias Gaede, stellvertretender Vorsitzender von UNICEF Deutschland.

„In diesem besonderen 20. Jubiläumsjahr des Fotowettbewerbs erreichten uns über 90 erstklassige Reportagen aus aller Welt. Die vielseitigen Erzählweisen der Fotografen, das Leben von Kindern und Kindheit künstlerisch, journalistisch und dokumentarisch einzufangen, waren herausragend“, erklärte der Vorsitzende der Jury, Prof. Klaus Honnef. „Die Bilder erzählen Geschichten, wie Texte es nur selten können.“

FOTO 1: Wenie lebt auf den Philippinen. Sie sammelt jeden Tag Plastikmüll im Stadtteil Tondo am Hafen von Manila, um diesen anschließend bei einem Müll-Recycler für wenig Geld zu verkaufen. Auch wenn Kinderarbeit verboten ist, bleibt vielen Mädchen und Jungen in dem Slum keine andere Wahl. Schon Siebenjährige paddeln auf Bambusflößen oder Kühlschranktüren durch das Hafenbecken, wie der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach in seinen Fotografien zeigt. Sie riskieren ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben, wenn sie in dem keimverseuchten Wasser nach Wertstoffen suchen, um ihre Existenz zu sichern.

FOTO 2: Der zweite Preis des internationalen Fotowettbewerbs dokumentiert die grausamen Folgen von Hinterlassenschaften des Krieges in Afghanistan. Eine ganze Familie ist gezeichnet durch die Explosion eines Blindgängers in ihrem Dorf. Das Familienporträt zeigt die Würde der sieben Kinder, denen Gliedmaßen fehlen. Sie mussten die Mutter und Schwester sterben sehen. Im vergangenen Jahr wurden in Afghanistan über 1.400 Zivilisten bei Explosionen von Minen und Blindgängern verletzt oder getötet – fast 90 Prozent waren Kinder. Fotograf ist der in Afghanistan lebende Australier Andrew Quilty.

FOTO 3: Antonio Aragón Renuncio hat die Qual der Goldsucher-Kinder von Burkina Faso festgehalten – bis hin zu den Friedhöfen, auf denen viele von ihnen liegen. Weltweit werden Millionen Mädchen und Jungen in Minen, Textilwerkstätten, auf Farmen, in Privathaushalten oder in Bordellen ausgebeutet. Renuncio, bereits im Vorjahr Gewinner des Wettbewerbs, dokumentiert eines von vielen dieser Schicksale.

 

Neun weitere Reportagen hob die Jury mit ehrenvollen Erwähnungen hervor:

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Quelle   UNICEF 2019

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