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15.03.2019

Auswirkungen des Kohleausstiegs auf Strompreise überschaubar

Die Kohlekommission hat im Februar einen schrittweisen Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle empfohlen. Die Auswirkungen auf die Strompreise bleiben dabei überschaubar.

Rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde könnten die Preise im Mittel beim Abschalten der Kohlekraftwerke steigen, stellt das Öko-Institut in einer aktuellen Übersichtsstudie fest. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sorgt jedoch für eine Senkung der Großhandelspreise mindestens in der gleichen Größenordnung.

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung einen Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von bis dahin 52 Prozent auf 65 Prozent bis zum Jahr 2030 beschlossen. Wird die schrittweise Reduzierung der Kohleverstromung mit einem stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien gekoppelt, würden auf dem Strommarkt die Großhandelspreise in der Größenordnung von 0,4 Cent pro Kilowattstunde sinken.

Kompensation von Strompreissteigerungen

„Die Kohlekommission hat eine Kompensation für steigende Strompreise für alle deutschen Stromverbraucher vorgeschlagen. Über die Höhe dieser Kompensationszahlungen sollte die Bundesregierung vor dem Hintergrund stark schwankender Brennstoffpreise auf Grundlage der real aufgetretenen Entwicklung entscheiden“, fasst Dr. Felix Chr. Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut zusammen.

Rolle von Brennstoffkosten und CO2-Preisen

Die Wissenschaftler haben verschiedene Studien zu Strompreiseffekten einer schrittweisen Reduzierung der Kohleverstromung ausgewertet. Wie hoch die Strompreise durch eine Reduzierung der Kohleverstromung ansteigen, so die Experten, hängt dabei neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise ab.

Fokus der untersuchten Studien war das Jahr 2030. Bis zu diesem Jahr soll die Leistung der Kohlekraftwerke auf 17 Gigawatt reduziert werden. Ende 2017 betrug die installierte Leistung für die Stromerzeugung aus Kohle 43 Gigawatt.

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Quelle   Öko-Institut e.V. 2019

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