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01.06.2018

Mai 2018: Zu heiß, zu feucht, zu trocken

Um 3,9 Grad über dem langjährigen Mittelwert lagen die Temperaturen in diesem Mai. Damit ist dieser Monat ähnlich warm wie der heißeste jemals gemessene Mai im Jahr 1889. Klimaforscher sehen darin eine Blaupause für die Zukunft. 

Deutschland ächzt unter einer Hitzewelle. Über 130 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes verzeichneten an diesem Montag Maximaltemperaturen jenseits der 30 Grad. Und auch der Folgetag war ein sogenannter heißer Tag: Erneut überschritten die Temperaturen die 30-Grad-Marke, diesmal sogar an 147 Stationen. Und mancherorts erreichen die Temperaturen neue Monatsrekorde.

Außergewöhnlich sind die derzeitigen Temperaturen aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht. "Vor allem Ende Mai sind hohe Temperaturen nichts Ungewöhnliches", sagt der DWD-Meteorologe Simon Trippler gegenüber Klimareporter. Doch Entwarnung geben kann Trippler nicht. "Über den ganzen Monat hinweg war es deutlich zu warm", sagt Trippler. Um fast vier Grad wärmer als im Durchschnitt!

Laut DWD-Daten war der Mai mit einem Temperaturdurchschnitt von 16 Grad etwa 3,9 Grad wärmer als der Durchschnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Damit war der Monat ähnlich warm wie der Mai 1889, der bislang als wärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen galt.

DWD-Meteorologe Trippler schließt nicht aus, dass der aktuelle Monat den bisherigen Rekordhalter aus dem Jahr 1889 noch überbietet. Die endgültigen Daten liegen noch nicht vor. 

Und auch im Vergleich zum Zeitraum 1981 bis 2010 war der Mai 2018 um rund drei Grad wärmer. "Dieser Mai ist einer der wärmsten Mai-Monate seit Beginn der Messungen vor über 100 Jahren", bestätigt auch der Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif.

Wärmster April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Schon im Vormonat waren die Temperaturen rekordverdächtig. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 war kein April so warm wie der in diesem Jahr. Die Durchschnittstemperatur lag bundesweit bei 12,4 Grad. Das sind laut DWD fünf Grad mehr als der langjährige Mittelwert der international gültigen Vergleichsperiode von 1961 bis 1990.

Doch die Hitzewelle im Mai brachte auch erhebliche Niederschläge. "Die Unwetter mit Starkniederschlag und zum Teil heftigem Hagel beginnen in diesem Jahr früh", sagt Latif. 

Vor allem im Westen und im Süden der Republik haben Unwetter erhebliche Schäden hinterlassen. Besonders heftig hat es Wuppertal getroffen, dort fielen nach Angaben des DWD am Dienstag mitunter 100 Millimeter Regen, also 100 Liter auf den Quadratmeter.

Das ist in etwa die Regenmenge, die in der Region sonst in einem ganzen Monat fällt. Aber auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Hessen und in Teilen Bayern kam es zu Überflutungen. 

Hier können Sie den Bericht weiterlesen

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „klimareporter.de“ (Sandra Kirchner) 2018 verfasst - der Artikel darf nicht ohne Genehmigung (post@klimareporter.de) weiterverbreitet werden! 

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