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22.06.2017

Banken kümmern sich nicht um Paris

Eine Analyse von 37 der weltgrößten Bankhäuser zeigt: Im Jahr eins nach dem Pariser Klimaabkommen machen die Finanzhäuser ihre Geschäfte weiter im großen Stil mit den klimaschädlichsten Energieträgern.

87 Milliarden US-Dollar: So viel Geld haben 37 der weltgrößten Banken im vergangenen Jahr in die Förderung von Teersanden, Arktis-Öl und Tiefseevorkommen, in Kohleminen, Kohlekraftwerke und Flüssiggas-Infrastruktur gesteckt, kurz: in die klimaschädlichsten Energieträger überhaupt.

Das geht aus dem Bericht "Fossil Fuel Finance Report Card 2017" hervor, den die Nichtregierungsorganisationen Sierra Club, Oilchange, Banktrack und Rainforest Action Network seit 2009 jährlich herausgeben. In diesem Jahr ist der Bericht besonders interessant, weil er Zahlen für das Jahr eins nach Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens liefert.

Die Zahlen machen deutlich: Die Hauptfinanziers des Klimawandels haben die Botschaft von Paris viel zu wenig berücksichtigt oder gar komplett ignoriert. Zwar lagen die Investitionen der 37 untersuchten Finanzhäuser mit 111 Milliarden US-Dollar im Paris-Jahr 2015 deutlich höher als im Folgejahr des Abkommens. Nimmt man aber das Jahr 2014 als Referenz, kann von einer deutlichen Abkehr von den klimaschädlichen Investitionen keine Rede sein: In diesem Jahr flossen 92 Milliarden US-Dollar in das Geschäft mit der Erderwärmung.

Zwölf Banken haben sogar noch draufgelegt

Zwölf der 37 Banken haben ihre fossilen Investitionen nach Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens sogar noch erhöht, darunter die US-Banken Bank of America, Citigroup und JP Morgan Chase sowie die europäischen Banken Santander und Unicredit. Die spanische Banco Santander hat ihre Investitionen im Paris-Folgejahr sogar mehr als verdoppelt.

Hier können Sie den Hintergrund weiterlesen

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Quelle   Der Hintergrund wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (Eva Mahnke) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden! 

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