Eingefrorener CO₂-Preis 2027 – gebremster Klimaschutz,entgangene Milliarden
Der nationale CO₂-Preis ist das zentrale klimapolitische Instrument für die Bereiche Gebäude und Verkehr.
Seine Wirkung beruht darauf, fossile Energieträger schrittweise zu verteuern und dadurch Investitionen in klimafreundliche Alternativen wirtschaftlich attraktiver zu machen. Mit dem geplanten Einfrieren des CO₂-Preises im Jahr 2027 auf dem heutigen Preisniveau von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂ würde diese Entwicklung unterbrochen.
Die neue Analyse im Auftrag von Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy und Naturstrom untersucht, welche Auswirkungen dies auf die Finanzierung des Klima- und Transformationsfonds (KTF), auf Klimaschutzinvestitionen und auf die Emissionsentwicklung haben kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass dem KTF im Jahr 2027 voraussichtlich mehr als 4 Milliarden Euro an Einnahmen entgehen. Dadurch verringern sich die finanziellen Spielräume für zentrale Klimaschutzprogramme, etwa zur Förderung von Wärmepumpen, Gebäudesanierungen, Wärmenetzen oder Elektromobilität.
Am Beispiel der Wärmepumpenförderung zeigt die Analyse, welche Folgen dies haben kann: Werden 4 Milliarden Euro weniger Fördermittel bereitgestellt, könnten über die gesamte Nutzungsdauer der dadurch nicht realisierten Maßnahmen Investitionen von bis zu 15 Milliarden Euro ausbleiben, bis zu 41 Millionen Tonnen zusätzliche CO₂-Emissionen entstehen und Klimaschadenskosten von bis zu 39 Milliarden Euro verursacht werden.
Aus klimapolitischer und fiskalischer Sicht spricht daher vieles dafür, den bisherigen Preispfad beizubehalten. Der ETS 2 sollte mit einem nationalen Mindestpreis planbar gestaltet werden. Gleichzeitig sollte die Bundesregierung den Klimasozialplan zügig umsetzen, um die verfügbaren EU-Mittel für die Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte und die Finanzierung klimafreundlicher Investitionen zu nutzen.
- Mehr dazu in dem Policy Brief: Eingefrorener CO2-Preis 2027 – Auswirkungen auf Klimaschutzausgaben und Investitionen








