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28.03.2020

Solaranlagen: Mit dem Laser Anlage dokumentieren und Fehler finden

Probleme in Solaranlagen zu finden ist nicht so einfach. Vor allem wenn es keinen Modulplan gibt. Es sei denn, man hat einen Laser zur Hand: Dann geht die Störungssuche viel schneller.

Ohne Stringplan wird es schwierig, einen Fehler in Solaranlagen zu finden. „Wir machen deshalb als Erstes eine komplette Dokumentation der Verschaltung der Anlage”, erklärt Steffen Huber, Dachdeckermeister und Solarinstallateur aus Neustadt-Glewe. „Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die aber in der Regel sehr aufwendig sind und viel Zeit kosten. Außerdem sind wir mit einigen der Lösungen auf die Wetter- und Einstrahlungsbedingungen angewiesen.” So ist eine Rückstromthermografie sehr aufwendig, um Stringpläne von kleineren und mittelgroßen Anlagen auf privaten und gewerblichen Gebäudedächern zu erstellen.

Dachdeckermeister Steffen Huber dokumentiert mit dem Solartektor zunächst die Anlage. Danach macht er sich mit den verschiedenen Sets auf die Fehlersuche. Seit einigen Monaten ist das einfacher. Denn er und seine Mitarbeiter machen sich jetzt mit einem Fehlerortungsset namens LSI von Solartektor auf die Suche nach Fehlern in der Anlage. Damit lässt sich auch ohne viel Aufwand eine komplette Dokumentation der Verschaltung der Anlage erstellen. Wie das funktioniert, haben Oliver Lenckowski und Klaus Terlinden im Webinar erklärt, das die Redaktion von photovoltaik zusammen mit Solartektor veranstaltet hat. Die beiden Elektromeister aus Harrislee, einem kleinen Örtchen westlich von Flensburg, haben das Fehlerortungsset entwickelt.

Laserstrahl hörbar gemacht

Das Herzstück für die Erstellung eines Modulplans sind der Lasertektor und der Laserprojektor. „Der Lasertektor ist das Empfangsgerät, das an den Plus- und Minuspol des Modulstrings angeschlossen wird, der dokumentiert werden soll“, erklärt Klaus Terlinden. „Ein zweiter Solarteur stellt sich mit dem Laserprojektor vor der Anlage auf, sodass er das Modulfeld gut einsehen kann.“ Dabei ist weniger der Winkel zu den Modulen wichtig. Aber der Handwerker muss sehen können, auf welches Modul der Laserstrahl trifft.

Danach drückt er auf einen kleinen Knopf auf dem Laserprojektor und schickt so einen Laserstrahl auf das Modulfeld, das ein gepulstes Signal erzeugt. Die Energie des Strahls wird über die Stringleitung zum Lasertektor geschickt. Der wandelt dieses in ein hörbares Signal um. Aus den Funkkopfhörern, die die beiden Handwerker tragen, ertönt das typische Piepen, wenn der Laser auf ein Modul trifft, das an die entsprechende Stringleitung angeschlossen ist.

Nur noch ein Viertel der Zeit notwendig

Wenn das passiert, gibt der Handwerker am Wechselrichter seinem Kollegen am Laserprojektor draußen Bescheid und dieser kann das Ergebnis in einer Tabelle vermerken, aus der später der Stringplan entsteht. Er führt den Laser weiter über das Modulfeld und jedes Modul, das einen hohen Ton erzeugt, gehört zum gleichen String.

Wenn der erste String dokumentiert ist, steckt der Handwerker, der am Wechselrichter steht, den nächsten String an den Lasertektor und die Untersuchung beginnt von vorn. Das dauert so lange, bis alle Module einem String zugeordnet sind. „Das geht relativ schnell“, sagt Steffen Huber. „Wo wir früher mehrere Tage lang damit zugebracht haben, einen Modulplan zu erstellen, brauchen wir jetzt nur noch etwa ein Viertel der Zeit für eine komplette Dokumentation.“

Wie sich der Installateur auf die eigentliche Fehlersuche macht, nachdem er den Strongplan erstellt hat und welche Fehler mit dem Set von Solartektor findet, lesen Sie in der Ausgabe 2/2020 von photovoltaik. Außerdem finden Sie eine Aufzeichnung des Webinars, das photovoltaik mit Solartektor veranstaltet hat, auf der Internetseite von Solartektor.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "photovoltaik" 2020 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung weiterverbreitet werden! | photovoltaik.eu 2020 | photovoltaik 02/2020 | Inhalt |  Einzelheftbestellung

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