Claudia Kemfert: Deutschland braucht ein „Solarjahr“ für junge Menschen
Klimaexpertin Claudia Kemfert schlägt ein freiwilliges „Solarjahr“ vor: Junge Menschen sollen aktiv an der Energiewende mitarbeiten – zum Vorteil des Klimaschutzes, der Fachkräfteentwicklung und des Friedens.
Die Debatte über Dienstpflichten gewinnt in Europa zunehmend Fahrt. In der Schweiz steht Ende November eine Volksabstimmung über die sogenannte Service-Citoyen-Initiative an, die einen allgemeinen Gesellschaftsdienst für alle Jugendlichen vorsieht – entweder im Militär, im Zivilschutz bzw. in sozialen Diensten oder in ökologischen Projekten. Für Deutschland entwarf Kemfert nun eine eigene Variante: ein freiwilliges „Solarjahr“. In einem Beitrag auf Chip.de erläutert sie ihr Konzept.
Claudia Kemferts Vision vom „Solarjahr“
Zielgruppe ist der Nachwuchs zwischen 18 und 27 Jahren. Sie könnten beim Aufbau von Solaranlagen helfen, in Energiegenossenschaften mitwirken, kommunale Klimaprojekte begleiten oder Wissen rund um Energie und Nachhaltigkeit an Schulen weitergeben. Kemfert betont, dass das Solarjahr keine Alternative zu bestehenden Diensten darstellen, sondern eine zusätzliche Option innerhalb eines modernen Gesellschaftsdienstes sein soll.
„Wenn ein Jahr lang Menschen gemeinsam Solardächer errichten oder Energieeffizienzprojekte begleiten, wird unmittelbar greifbar, was Klimaschutz bedeutet: gemeinsames Handeln, konkrete Wirkung, sichtbare Ergebnisse“, schreibt sie. Die dort gewonnenen Erfahrungen würden Zusammenhalt stärken, Teamgeist fördern und Kompetenzen vermitteln, die in der Arbeitswelt der Zukunft gefragt seien.







