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Schweiz: 29 Störfälle in Schweizer Atomkraftwerken

Insgesamt 29 meldepflichtige Störfälle gab es 2017 in den fünf Schweizer Atomkraftwerken

Im Betriebsjahr 2017 ist es zu keinem Vorkommnis gekommen, das die Sicherheit von Mensch und Umwelt gefährdet hat. Der Schutz der Bevölkerung und des Personals vor radioaktiver Strahlung war zu jeder Zeit gewährleistet. Dieses Fazit zieht das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI in einer ersten Bilanz.Sämtliche Vorkommnisse des Betriebsjahrs 2017 wurden der Stufe INES 0 zugeordnet. Die vorliegende provisorische Übersicht für das Jahr 2017 ergibt 29 Meldungen. Im Jahr 2016 wurden 31 meldepflichtige Vorkommnisse gezählt und im Jahr 2015 waren es deren 37.

Das vergangene Betriebsjahr war jedoch von längeren Stillständen geprägt. ENSI-Direktor Hans Wanner erklärt, dass die Anlagen in der Schweiz nur betrieben werden, wenn die Betreiber nachweisen können, dass ihre Anlagen den Sicherheitsanforderungen des Gesetzgebers entsprechen.

Das Kernkraftwerk Beznau 1 steht seit März 2015 still. Die Sicherheitsüberprüfungen für den Reaktordruckbehälter dauern an. Das Kernkraftwerk Leibstadt stand von Herbst 2016 bis Mitte Februar 2017 unter anderem aufgrund der Ursachenabklärung von lokalen Dryouts still. Auch die Revision 2017 des Kernkraftwerks Leibstadt erfuhr eine mehrwöchige Verlängerung wegen des vorsorglichen Austausches von 22 Brennelementen, die gemäss Information des Herstellers nicht den Spezifikationen entsprachen.

Meldepflichtige Ereignisse 2017 nach Anlage – Zwei Reaktorschnellabschaltungen

2017 kam es zu zwei Reaktorschnellabschaltungen. Im Kernkraftwerk Leibstadt musste im Februar eine Reaktorschnellabschaltung manuell ausgelöst werden, im Dezember kam es zu einer automatischen Reaktorschnellabschaltung. 2016 war es in den schweizerischen Kernkraftwerken zu keiner, 2015 zu vier Schnellabschaltungen gekommen.

Das ENSI wird in seinem für Juni 2018 vorgesehenen Aufsichtsbericht 2017 detailliert über die Vorkommnisse in den Kernanlagen Bericht erstatten. Insgesamt führte das ENSI 2017 rund 400 angemeldete und unangemeldete Inspektionen durch.

Quelle

oekonews.at | holler 2018

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