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© Depositphotos.com | Kzenon | Ab Februar 2024 erhalten neu in Betrieb gegangene Photovoltaikanlagen eine etwas geringere Einspeisevergütung.

Solarenergie-Förderverein gibt Hilfestellung auf dem Weg zur eigenen Solaranlage

Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist stark gestiegen. Mit Blick auf die geplanten Änderungen durch das BMWK im Rahmen der PV-Strategie ist anzunehmen, dass dieser Trend weiter anhält.

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) begrüßt diese überfällige Entwicklung und intensiviert die fachliche Begleitung von privaten Investor:innen – in Form von kostenfreien Erstberatungsrunden und einer Step-by-Step-Anleitung:

  • Erst-Informationen einholen: Ist das Dach oder die Fassade geeignet? Brauche ich eine Baugenehmigung? Gibt es Verschattungen und welche Möglichkeiten habe ich, dennoch zu investieren?
     
  • Planung der Solaranlage: Wie groß soll die Solaranlage werden? Haben Sie sich genügend Informationen über Ihre Rechte und die Wirtschaftlichkeit von PV eingeholt? Wünschen Sie sich einen Speicher und wie wichtig ist Ihnen eine Notstrom- oder Ersatzstromversorgung? Informieren Sie sich in Ihrer Nachbarschaft auf einer Solarparty, bei der SFV-Erstberatung oder bei einem der vielen anderen Beratungsangebote. Der SFV hat hierzu ein kleines Solaranlagen 1×1 erstellt, das wichtige Infos zur Solaranlage liefert. Dies erleichtert Ihnen die Entscheidung zum Betriebskonzept und zur Anlagengröße
     
  • Nutzbare Dachflächen bestimmen: Welche Dach- oder Fassadenflächen möchten Sie belegen? Nutzen Sie hierzu gern das Solarkataster in Ihrer Region oder Online-Programme. Vergessen Sie nicht die Nebengebäude oder ggf. auch das Norddach – je größer die Anlage ist, desto geringer werden die spezifischen Kosten. Planen Sie die Anschaffung eines E-Autos oder einer Wärmepumpe? Besonders im Winter können Sie so einen größeren Teil Ihres Eigenbedarfs decken und den Strombedarf einer Wärmepumpe in Teilen abdecken. Dadurch lohnen sich eventuell auch weniger sonnige Flächen.
     
  • Angebote einholen: Im Optimalfall holen Sie sich 2-3 Angebote ein, die Sie vergleichen können. Wählen Sie am besten lokale Fachfirmen. Fragen Sie im Nachbarschafts- oder Bekanntenkreis oder nutzen Sie die Datenbank des SFV. Planen Sie etwas Geduld und längere Wartezeit ein – aber keine Sorge: Ihre Anlage kommt ganz bestimmt!
     
  • Über Förderungen informieren und Finanzierung klären: Manche Kommunen, Kreise oder Bundesländer bieten Förderungen an. Informieren Sie sich frühzeitig, damit Sie nicht eventuelle Fristen verpassen. Der SFV bietet eine erste Übersicht auf seiner Webseite. Wenn Sie Ihre Solaranlage finanzieren lassen möchten, hilft Ihnen die Hausbank bei der Wahl des passenden Kredits, möglicherweise sogar von der KfW. 
     
  • Installationsbetrieb beauftragen: Vergleichen Sie die erhaltenen Angebote und entscheiden Sie sich für das Angebot, welches a) Ihren Vorstellungen in Ausstattung, Größe und Design entspricht, b) einen guten Preis bietet und c) Ihr Vertrauen in die Handwerksfirma weckt. Prüfen Sie dabei auch die Garantie- und Vorkassebedingungen. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, können Sie den Angebotscheck, die offene Erstberatung oder die Individualberatung des SFV in Anspruch nehmen. Danach fällt die Entscheidung leichter. 
     
  • Rückmeldung des Netzbetreibers zum Netzanschluss abwarten: Der Installationsbetrieb übernimmt in aller Regel die Übermittlung der technischen Daten zur Netzprüfung.an den Netzbetreiber  Dieser prüft, ob das Netz am Anschlusspunkt ausreichend dimensioniert ist. Für Anlagen bis 30 kWp ist es meist nur eine Formalität. Für Anlagen bis 10,8 kWp (demnächst bis 30kWp) gilt eine Frist von 4 Wochen, in welcher der Netzbetreiber auf die Anfrage reagieren muss.
     
  • Steuerfragen und Versicherung klären: Bis 30 kWp können Sie Ihre PV-Anlage steuerfrei betreiben. Außerdem entfällt die Mehrwertsteuer auf den Kauf von Anlage und Komponenten. Sollten noch Fragen offenbleiben, klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung. Manchmal ist die PV-Anlage schon durch eine bestehende Gebäude- oder Haftpflichtversicherung versichert. Fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach.
     
  • Installation und Anmeldung: Der Installationsbetrieb übernimmt die technische Inbetriebsetzung der Anlage und unterstützt Sie bei der Anmeldung beim Netzbetreiber. Dabei wird ein Einspeisezähler gesetzt, der den Solarstrom abrechnet, den Sie (noch) in das öffentliche Stromnetz speisen. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Anlage innerhalb von vier Wochen nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister anzumelden, ansonsten gibt es kein Geld. Oftmals übernimmt der Solarbetrieb dies auch für Sie – klären Sie hier die Zuständigkeiten.
     
  • Reinigung, Ertragskontrolle und Wartung: Grundsätzlich brauchen Solaranlagen wenig Pflege oder Wartung. Dennoch können Sie auf ein paar Punkte achten, um bestmögliche Ertragsdaten zu erzielen: Dauerhafte Verschmutzungen auf Solarmodulen führen zur Ertragsminderung. Zwar werden die Module durch Regen und Wind hinreichend gesäubert, dennoch empfehlen wir, die Anlage im Blick zu behalten und Erträge regelmäßig zu kontrollieren. Hierzu bietet sich eine Solar-Ertragsdatenbank an, die es ermöglicht, Erträge zu kontrollieren und regional zu vergleichen. Bei privaten PV-Anlagen gibt es keine Wartungspflicht, möglicherweise fordert Ihre Versicherung jedoch eine regelmäßige Wartung. Die DIN VDE 0105-100 (Norm für den Betrieb elektrischer Anlagen) empfiehlt eine Anlagen-Wartung alle 4 Jahre.


Wenn Sie tiefer in die Step-by-Step-Anleitung einsteigen oder offene Fragen klären wollen, können Sie sich zur offenen Erstberatungsrunde anmelden. Dieser Service ist kostenfrei und findet online statt. Die nächsten Termine sind: 

  • Montag, 10. Juli 2023, 13:30 Uhr
  • Montag, 14. August 2023, 17 Uhr
  • Montag, 11. September 2023, 13:30 Uhr

Eine Anmeldung ist erforderlich. Hier geht’s zur Anmeldung. 

Quelle

Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) 2023

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