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:: Angela Merkel: "Windenergie hat eine große Zukunft"
Nach der NRW-Wahl fielen die Aktien für erneuerbare Energien um bis zu 20 Prozent. Aber schon am Tag danach lagen sie wieder im Plus. Um die Haltung der heutigen Oppositionsparteien und wahrscheinlich ab Herbst 2005 der Regierungsparteien CDU/CSU und FDP zu erneuerbaren Energien zu verstehen, muss man sich - jenseits aller Aufgeregtheiten an der Börse und in Wahlkämpfen - folgende Fakten in Erinnerung rufen.
:: Kirchen für ein ökologisch nachhaltiges Europa
Beim Eröffnungsgottesdienst des Europäischen Christlichen Umweltnetzes ECEN in Basel am Auffahrtstag brannte in der Tituskirche die gleiche Kerze, die bereits 1989 an der Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Basel angezündet worden war. Starke Symbolsprache beinhaltet auch die erweiterte Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach der Titusgemeinde: durch Sonnenkraft erzeugter Strom wird ins Basler Elektrizitätsnetz eingespeist. Der Ertrag daraus kommt einem ökologischen Entwicklungsprojekt in Afrika zu. 120 Teilnehmer freuten sich darüber.
:: Umweltschutz schafft Arbeitsplätze
"Vorfahrt für Arbeitsplätze" fordern jetzt alle Politiker - der Bundespräsident, der Bundeskanzler und natürlich auch die Opposition. "Arbeit, Arbeit über alles", tönt es nahezu einstimmig. Bei 5,2 Millionen Arbeitslosen ist das verständlich. Nur: Diese Musik hören wir schon seit 20 Jahren. Einziges Ergebnis: Immer noch mehr Arbeitslose.
:: Langsam geht die Sonne auf
Die Menschen verbrauchen heute an einem Tag so viel Kohle, Gas und Öl, wie die Natur in 500.000 Tagen angesammelt hat. Das ist die Ursache des größten Problems der heutigen Zivilisation: des Treibhauseffekts. Wir verbrennen die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die Frage ist, ob die Energiewende noch rechtzeitig gelingt, um die schlimmsten Folgen des fossilen Atomzeitalters zu verhindern.
:: China droht Taiwan mit Krieg und Schröder will Waffen liefern
Das kommunistische China hat jetzt ein Gesetz, welches das Militär ermächtigt, jederzeit einen Krieg gegen das demokratische Taiwan zu führen. Ein militärischer Angriff auf die Insel durch das Festland ist damit "legalisiert". Die eigentlich alte Kriegsdrohung steht neuerdings im Gesetz und ist somit verstärkt. Und in dieser Situation empfehlen die europäischen Politiker Gerhard Schröder und Jacques Chirac, Waffen an das diktatorische Regime in Peking zu liefern. Die Grünen in Berlin protestieren kleinlaut und die Opposition schweigt.
:: Europas größte Umweltinitiative der Wirtschaft fordert eine Zukunftsanleihe
Das Kyoto- Protokoll und die Ratifizierung durch über 140 Staaten ist sicher ein Erfolg - ein erster Schritt. Aber von einem wirksamen Klimaschutz sind wir noch meilenweit entfernt. Länder mit hohem Ausstoß an CO2 wie die USA, China, Indien, Australien, Brasilien usw. sind beim Kyoto- Protokoll gar nicht dabei. Deshalb ist zu erwarten, dass das vorgesehene Ziel der CO2-Reduzierung um rund 5% verfehlt wird und im Gegensatz dazu sogar eine Steigerung um mehr als 20% zu erwarten ist. Mit unabsehbaren Konsequenzen.
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