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17.01.2019

BNEF: 2018 flossen über 332 Milliarden US-Dollar in saubere Energien

Zum fünften Mal in Folge lagen die Investitionen jenseits der Marke von 300 Milliarden US-Dollar, fielen jedoch acht Prozent niedriger aus als 2017. Im Photovoltaik-Bereich sanken die globalen Gesamtinvestitionen sogar um 24 Prozent auf 130,8 Milliarden US-Dollar.

Ein gemischtes Bild zeichnen die Analysten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) von den Investitionen in saubere Energien im Jahr 2018. Insgesamt flossen demnach 332,1 Milliarden US-Dollar und damit zum fünften Mal in Folge mehr als 300 Milliarden US-Dollar in diesen Bereich. Allerdings lag die Summe 2018 acht Prozent unter den Investitionen des Vorjahres. Und in den einzelnen Sektoren gab es nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer. Während laut BNEF die Windinvestitionen um drei Prozent auf 126,6 Milliarden US-Dollar stiegen, sanken die Gesamtinvestitionen im Solarbereich um 24 Prozent auf 130,8 Milliarden US-Dollar.

BNEF führt diesen Rückgang teilweise auf stark rückläufige Kapitalkosten zurück. BNEFs weltweiter Benchmark für die Kosten für die Installation von einem Megawatt Photovoltaik sei 2018 um zwölf Prozent zurückgegangen, da die Hersteller wegen des Überangebots von Modulen auf dem Weltmarkt die Verkaufspreise senkten. Gleichzeitig habe beispielsweise China die Einspeisevergütung eingeschränkt. Beides habe dazu geführt, dass die chinesischen Solarinvestitionen 2018 um 53 Prozent auf 40,4 Milliarden US-Dollar gefallen seien. In anderen Ländern seien jedoch große Solarprojekte finanziert worden, beispielsweise ein Portfolio mit Photovoltaik und Solarthermie in Marokko für geschätzte 2,4 Milliarden US-Dollar sowie eine 709-Megawatt-Anlage in Indien für etwa 500 Millionen US-Dollar. Indien ist laut BNEF eines der Länder mit den niedrigsten Kapitalkosten pro Megawatt für Photovoltaik-Anlagen. 

Grafik 2 rechts

Wie BNEF weiter mitteilt, sind 2018 die Investitionen in Biomasse und Energiegewinnung aus Abfall um 18 Prozent auf 6,3 Milliarden US-Dollar gestiegen, die Investitionen in Biokraftstoffe um 47 Prozent auf drei Milliarden US-Dollar. Die Wasserkraft legte um 50 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar zu, die Meeresenergie um 16 Prozent auf 180 Millionen US-Dollar. Die Gesamtinvestitionen in erneuerbare Energieversorgungsprojekte im Energiebereich und in kleine Solarsysteme weltweit seien mit 256,5 Milliarden US-Dollar im Jahresvergleich um 13 Prozent gesunken, obwohl die zugebaute Gigawatt-Kapazität zugenommen habe.

Bei der Analyse der Investitionen nach Ländern ermittelte BNEF China als Spitzenreiter, die Summe von 100,1 Milliarden US-Dollar lag um jedoch 32 Prozent unter dem Rekordwert von 2017. Die USA belegen demnach mit 64,2 Milliarden US-Dollar und einem Plus von zwölf Prozent den zweiten Platz, getrieben vor allem von dem Bestreben, sich bald auslaufende Steuervorteile zu sichern. In Europa seien die Investitionen in saubere Energie um 27 Prozent auf 74,5 Milliarden US-Dollar gestiegen, was vor allem durch die Finanzierung von fünf milliardenschweren Offshore-Windprojekten unterstützt worden sei. Auch die Erholung des spanischen Solarmarkt habe sich bemerkbar gemacht. Deutschland hat den BNEF-Zahlen zufolge 2018 etwa 10,5 Milliarden US-Dollar in saubere Technologien investiert – 32 Prozent weniger als 2017.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "pv-magazine" (Petra Hannen) 2019 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von Petra Hannen 2019 weiterverbreitet werden! | Mehr Artikel von Petra Hannen |  "pv magazine" 04/2018 | Online bestellen!

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