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14.04.2018

Der iranische Solarmarkt nimmt Fahrt auf

Projekte wie die kürzlich fertiggestellte 1,5 Megawatt (MW) Photovoltaikanlage des iranischen Zementherstellers Shahrekord Cement Industries Company sind der Beleg für den Aufschwung des Marktes, der auch von den umfassenden und langfristigen Einspeisevergütungen der iranischen Regierung profitiert.

Die Anlage nahe der Stadt Schahr-e Kord im Westen des Iran wurde vom iranischen Unternehmen Noursun Energy umgesetzt. Nachdem der Intersolar Summit Iran 2017 mit mehr als 500 Teilnehmern bereits ein großer Erfolg war, wird das Programm deshalb 2018 auf zwei Tage ausgebaut – mit einem umfangreichen Konferenzprogramm und einer Begleitausstellung am ersten, sowie Netzwerkveranstaltungen und Exkursionen am zweiten Tag.

Schon der erste Intersolar Summit Iran im Jahr 2016 war mit 400 Teilnehmern ein großer Erfolg, der mit über 500 Teilnehmern auf der Veranstaltung 2017 noch ausgebaut werden konnte. Mit der vielversprechenden Entwicklung des iranischen Marktes setzen die Veranstalter jetzt auf einen weiteren Ausbau des Intersolar Summit Iran zur zweitägigen Intersolar Iran Conference.

Zahlreiche Solarprojekte mit internationaler Beteiligung
Die PV-Großanlage für die Shahrekord Cement Industries Company ist aktuell nur eines von vielen, teils deutlich größeren, Projekten im Iran. Sie zeigt aber exemplarisch, dass die häufig schwierigen klimatischen Bedingungen vor Ort gemeistert werden können. Heiße Sommer und kalte Winter prägen die Region rund um Schahr-e Kord. Die Umgebungstemperaturen auf dem Gelände 2.300 Meter über dem Meeresspiegel liegen zwischen -10 und +50 Grad Celsius. Für das Projekt wurden deshalb Wechselrichter ausgewählt, die für den Einsatzbereich von -40 bis +60 Grad Celsius geeignet sind. Mit der Anlage erzielt der Zementhersteller in Zukunft einen geplanten Gesamtertrag von 2.953 Megawattstunden (MWh) pro Jahr.

Ebenfalls gerade fertiggestellt wurde eine 10 MW PV-Großanlage von Gostaresh Energy in der Provinz Yazd im Zentrum des Landes und ein Projekt gleicher Größe unter Federführung des italienischen Unternehmens Carlo Maresca auf der Insel Qeschm. Viele weitere sind in Planung. Darunter eine 17 MW Anlage in der Provinz Markazi. Quercus Investment Partners, ein Finanzinvestor aus London, plant, noch 2018 mit dem Bau von Photovoltaikparks im Iran zu beginnen. Geplant ist eine Gesamtkapazität von 600 MW und ein Investitionsvolumen von mehr als 500 Millionen Euro. Und das iranische Unternehmen Mokran, eine Tochter der schweizerischen International Power Invest AG, plant den Aufbau der ersten iranischen PV-Produktionsstätte auf der Insel Kish im Persischen Golf.

Intersolar Iran Conference bringt die Akteure zusammen
Auch wenn sich in den verschiedenen Projekten bereits eine Vielzahl internationaler Investoren beteiligen, zögern einige Unternehmen und Geldgeber noch mit dem Einstieg in den iranischen Markt. Dabei kommt der internationale Austausch mit vielen Ländern gut voran. So fanden Ende 2017 unter Leitung des stellvertretenden iranischen Ölministers Amirhossein Zamaninia und des deutschen Botschafters Michael Klor-Berchtold Unterredungen statt, um deutsche Energie-Investitionen im Iran zu erleichtern. Finanzierungsmöglichkeiten und die internationale Zusammenarbeit sind deshalb ein wichtiger Fokus der Intersolar Iran Conference.

Die Konferenz mit begleitender Ausstellung findet am 12. November 2018 im Espinas Palace Hotel in Teheran statt. Sie adressiert die wichtigsten Themen für die Solarwirtschaft im Iran und den Einstieg internationaler Unternehmen in den wachsenden Markt. Der zweite Tag der Intersolar Iran Conference widmet sich ganz dem Thema Networking und Exkursionen. Als größte Veranstaltung ihrer Art bringt die Intersolar Iran Conference die Akteure vor Ort mit der internationalen Industrie zusammen und schafft damit die Grundlage für das weitere Wachstum der Solarwirtschaft vor Ort.

Die Intersolar Iran Conference findet vom 12. bis 13. November 2018 in Teheran statt



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