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25.07.2018

Größter Solarpark in der Karibik 

In der Dominikanischen Republik ist der derzeit größte Solarpark der Karibik entstanden, der zukünftig mehr als 50.000 Haushalte mit sauberem Sonnenstrom versorgen wird.

In der Dominikanischen Republik ist der derzeit größte Solarpark der Karibik entstanden, der zukünftig mehr als 50.000 Haushalte mit sauberem Sonnenstrom versorgen wird.

Im Nord-Westen der Dominikanischen Republik, nahe der haitianischen Grenze, ist in den letzten 6 Monaten auf einer Fläche von 2 Mio. Quadratmetern ein gigantisches Solarkraftwerk entstanden, das zukünftig mehr als 50.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen wird. Auf dem Areal mit einer Größe von mehr als 280 Fußballfeldern wurden 215.000 Module installiert, deren Strom über Wechselrichter und ein neu errichtetes Umspannwerk in das Hochspannungsnetz der Insel eingespeist wird.

Der Vorteil für den karibischen Inselstaat ist enorm. Derzeit wird mehr als die Hälfte des Stroms durch Öl getriebene Kraftwerke produziert. Die Methode ist ineffektiv, ökologisch bedenklich und direkt an den Ölpreis gekoppelt. Der produzierte Solarstrom wird über einen entsprechenden Stromliefervertrag zwischen dem staatlichen Energieversorger und dem Solarparkbetreiber, über die nächsten 20 Jahre zu einem festen Preis geliefert, der bereits heute unter dem aktuellen Strommarktpreis liegt. Der Solarpark Montecristi wird einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung leisten und den Ausstoß von rund 108.000t CO2 jährlich einsparen. Das sonnenverwöhnte Land kann zukünftig also nicht nur beim Tourismus von der Sonne profitieren, sondern auch die Stromproduktion mehr und mehr auf saubere und sichere Solarenergie umstellen.

Entwickelt, geplant und gebaut wurde das Kraftwerk von dem deutschen Solarspezialisten F&S solar, der im nordrheinwestfälischen Euskirchen ansässig ist. Der Solarprojektierer verfügt seit 2016 über ein eigenes Büro in der Dominikanischen Republik und beschäftigt dort 5 Mitarbeiter, die sich insbesondere um die lokalen Entwicklungsschritte kümmern.

F&S solar ist auch als Investor an Bord und hat 35 % des Eigenkapitals eingebracht. Die übrigen 65 % investierte die Hamburger Blue Elephant Energy AG (BEE), ein langjähriger enger Finanzpartner der F&S solar. Das Fremdkapital wurde über europäische Entwicklungsbanken zur Verfügung gestellt, federführend von der DEG aus Köln, einer hundertprozentigen Tochter der KfW Bankengruppe. Beteiligt sind außerdem die niederländische FMO und die belgische BIO. Die DEG hat zudem den gesamten Projektverlauf nach ökologischen und sozialen Standards der Weltbank geprüft und begleitet. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 87 Mio. USD zählt das Projekt zu den führenden, deutschen Investitionen in der Karibik.

Für den Solarpark wurden Module des Herstellers Astronergy geliefert, der unter anderem auch in Frankfurt (Oder) produziert. Wie die SMA-Wechselrichter kommt auch die Unterkonstruktion aus Deutschland, vom bayerischen Spezialisten Schletter. Für die Verkabelungsarbeiten hat F&S solar mit der Oliver Oepen GmbH ebenfalls einen deutschen Partner ausgewählt. Nicht ohne Grund, wie Geschäftsführer Georg Schmiedel betont: „Es ist uns ganz wichtig, dass wir deutsche Partner mit ins Boot holen, mit denen wir eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen.“ So sei in der Dominikanischen Republik ein besonderes Projekt mit Entwicklungskompetenz, hochwertigen Komponenten und Finanzierung aus Deutschland entstanden.

Der Park wurde entsprechend der Eingangsleistung der SMA-Wechselrichterstationen schrittweise in Blöcken von 2,5 MW aufgebaut. Das Umspannwerk errichtete ABB, die Einspeisung erfolgt direkt auf dem Gelände des Solarparks in die Hochspannungsebene. Das über das gesamte Jahr relativ konstante Klima sorgt für gleichmäßige, gut prognostizierbare Erträge. 

In der einzigen schwierigen Phase, der herbstlichen Hurrikan- Saison, kommt dem Projekt seine geografische Lage im Nordwesten des Landes zugute. Der Bereich, in dem das Solarkraftwerk errichtet wurde, ist durch nahegelegene Gebirgszüge gut vor den Auswirkungen von Hurrikans geschützt. Auch in logistischer Hinsicht war die Region Montecristi vorteilhaft, denn von den Tiefseehäfen Haina und Caucedo aus erreichten die Komponenten in verhältnismäßig kurzer Zeit ihren Zielort.

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Quelle   F&S solar concept GmbH | 2018

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