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Die Zukunft ist elektrisch

Albert Einstein erhielt schon 2021 den Physik-Nobelpreis für die Erklärung des photovoltaischen Effekts, das heißt: Wie mit Hilfe der Sonne Strom erzeugt werden kann.

Das wissen wir also seit  über 100 Jahren. Seither ist wissenschaftlich bewiesen, dass Energie effizienter, preiswerter, sauberer und leiser hergestellt werden kann als durch das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl oder durch Atomkraft.

Trotzdem ist es der alten Energiewirtschaft gelungen, die Welt in eine fossil-atomare Knechtschaft zu zwingen. Bis heute hängen wir an der Benzin-Zapfsäule wie ein Junkie an der Nadel. Geld, Einfluss und Macht sind für die alten Energiekonzerne wichtiger als die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Jetzt aber im Vorfeld des nächsten Weltklimagipfels, der COP31 im November 2026 Antalya in der Türkei, haben 35 Länder ein Bekenntnis zur Elektrifizierung ausgerufen und beschlossen, bis 2050 50 Prozent des globalen Energieverbrauchs elektrisch zu organisieren. Dieses Ziel ist noch wenig ambitioniert.

Es kann mit den heutigen Technologien schon zehn oder gar 15 Jahre früher erreicht werden. Auch die Speicherkapazitäten könnten bis dahin aufgebaut sein. „Der britische Thinktank Ember hat gerade vorgerechnet, dass 75 Prozent der Landoberfläche des Planeten mit Sonne, Wind, Batterien und Back-up für unter 100 Dollar pro Megawattstunde dauerhaft mit Strom versorgt werden könnten.“ (Christian Stöcker im Spiegel, 27. Sept. 2026).

Während die asiatischen Großmächte China und Indien im großen Stil die Elektrifizierung durch erneuerbare Energien vorantreiben, wird in Deutschland gerade der dritte Tankrabatt für Benzin und Diesel eingeführt. Und das Land muss Angst davor haben, ob für einen kalten Winter die Gasvorräte reichen. Deutschland unter Kanzler Merz und unter Wirtschaftsministerin Reiche orientiert sich am Brennstoff des 19. Jahrhunderts anstatt an der Elektrifizierung des 21. Jahrhunderts.

Über wirtschaftliche Rückständigkeit und Massenarbeitslosigkeit darf man sich da nicht wundern. Es ist geradezu lächerlich, wenn Kanzler und Wirtschaftsministerin dann noch von der notwendigen Innovation und Modernisierung sprechen, wenn sie zugleich das Gegenteil praktizieren. Unter dieser Bundesregierung bleibt Deutschland mit der heutigen Energie-Politik auf ewig rückständig. Und Energieversorgung ist die Voraussetzung für ökonomischen und ökologischen Fortschritt. Als die Industriestaaten vor 130 Jahren vom Pferd aufs Auto umstiegen hat niemand „Technologieoffenheit“ zugunsten des Pferdes gefordert.

Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Elektrifizierung

Die Zukunft ist elektrisch über erneuerbare Energien. Die fossilen Brennstoffe waren gut und richtig vor 100 Jahren, aber heute behindern sie jeden wirklichen Fortschritt. Die Lehre des Hitzesommers 2026: Deutschland braucht endlich einen Klimakanzler. Mit dem deutschen Tankrabatt finanzieren wir noch immer die Klimakatastrophe und die Ölscheichs, obwohl diese sich mit deutscher Technik bereits auf die solare Zukunft vorbereiten. Ein Treppenwitz der Weltgeschichte.

Bei seiner Abschiedsrede vor der UNO-Vollversammlung hat Generalsekretär soeben Guterres gemahnt: Die Ölkonzerne hätten die Erdatmosphäre jahrzentelang als Müllabladeplatz benutzt und kräftig daran verdient. Fast eine halbe Billion Dollar hätten allein die fünf westlichen Ölkonzerne seit Beginn des Ukraine-Kriegs verdient, während ganz normale Menschen immer mehr für Energie, Lebensmittel und Versicherungen zahlen. Das muss radikale Protestparteien geradezu beflügeln.

Auch die Internationale Energieagentur IEA in Paris hat festgestellt, dass eine rasche Elektrifizierung für mehr Energiesicherheit, Klimaschutz, preisgünstigere Energie  und Wettbewerbsfähigkeit sorgt. Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar.

Quelle

Franz Alt 2026

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