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© Depositphotos | roibu | PV-Anlagenbesitzer mit Speichern und neuen Stromverbrauchern wie Wärmepumpen und Elektroautos können den Eigenverbrauch deutlich steigern.

Eigenverbrauchslösungen immer wichtiger beim Photovoltaik-Zubau

Der neueste EndkundenMonitor von EUPD Research zeigt einen stetig wachsenden Eigenverbrauchsanteil bei neueren Photovoltaik-Installationen.

Jeder zweite Anlagenbesitzer mit Installation zwischen 2016 und 2019 kann bereits über 40 Prozent seines selbsterzeugten PV-Stroms direkt vor Ort verbrauchen. PV-Kleinanlagen dieses Zeitraumes mit einer installierten Leistung bis zu 3 kWp erreichen eine durchschnittliche Eigenverbrauchsquote von 65 Prozent.

Mit dem Jahr 2020 setzt sich der Wachstumspfad der vergangenen Jahre im deutschen Photovoltaik-Markt fort. Binnen Jahresfrist scheint das Erreichen der Marke von 5 GW an PV-Neuinstallationen in 2020 mittlerweile realistisch. Die Analysten des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschers EUPD Research erwarten in ihrer aktuellen Prognose 4,8 GW für 2020.

Während die staatlich garantierte Einspeisevergütung für neu installierte Solaranlagen immer weiter sinkt, steigen die Strompreise insbesondere für private Haushalte stetig an. Nachdem die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer zu einer kurzen Entspannung der Strompreise führte, ist spätestens mit Zurücknahme der Mehrwertsteuerreduktion zum Januar 2021 mit einem neuen Rekordwert zu rechnen.

Die Auswertungen im neuen „EndkundenMonitor 10.0: Der deutsche PV Markt aus der Perspektive des Endkunden – Fokus: Elektromobilität und Batteriespeicher“ von EUPD Research zeigen, dass bei Photovoltaik-Anlagenbesitzern das Thema des Eigenverbrauches eine zunehmend starke Rolle einnimmt. Im Zeitverlauf wird hierbei ersichtlich, dass bei älteren PV-Anlagen mit Installationsjahr bis Ende 2008 die 100-prozentige Einspeisung des erzeugten Stroms dominiert. Dem gegenüber können die PV-Anlagenbesitzer mit Speichern und neuen Stromverbrauchern wie Wärmepumpen und Elektroautos den Eigenverbrauch deutlich steigern. Wie die aktuelle Befragung des EndkundenMonitors eindrucksvoll belegt, erreichen gut die Hälfte der Anlagenbesitzer mit Installation zwischen 2016 und 2019 einen Eigenverbrauchsanteil von über 40 Prozent. Jedem zehnten Betreiber einer PV-Anlage dieser Periode gelingt es sogar über 80 Prozent des eigenen Solarstroms selbst zu verbrauchen.  

© eupd-research.com

In der Detailanalyse der Installationsjahrgänge 2016 bis 2019 wird zusätzlich für das Kleinanlagensegment nach der installierten Leistung in Kombination mit dem Eigenverbrauchsanteil unterschieden. Hierbei zeigt sich, dass unter den Kleinstanlagen bis 3 kWp durchschnittlich 65% des Stromes direkt vor Ort verbraucht werden. Bei Kleinanlagen zwischen 3 und 7 kWp sinkt der Eigenverbrauchsanteil auf 49 Prozent und für die Leistungsklasse zwischen 7 und 10 kWp auf 43 Prozent ab.

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Bereits zum zehnten Mal in Folge analysiert EUPD Research im Rahmen des jährlich erscheinenden EndkundenMonitors neben dem Kaufverhalten von PV-Anlagenbesitzern sowie -planern ebenfalls aktuelle und potenzielle Trends in diesem Bereich. Dabei sind die klassischen Themenfelder wie Markenbekanntheit, Markenwahl und Weiterempfehlung von PV-Modulen, Wechselrichtern sowie Batteriespeichern erneut Bestandteil der Studie. Der Fokus in diesem Jahr liegt auf Elektromobilität sowie Batteriespeicher-Lösungen.

Weitere Informationen zu der Studie können hier eingesehen werden.

Quelle

EUPD Research 2020

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