Für 2/3 ist fossiles Energiesystem langfristig unrentabel
Mehrheit hält fossiles Energiesystem langfristig für nicht wettbewerbsfähig. Realistische Einschätzung der breiten Bevölkerung.
Für 2030 liegt das definierte Ziel Deutschlands bei 80 % erneuerbarer Stromanteil. Doch dass dies in den verbleibenden knapp fünf Jahren auch gelingt, ist eher unwahrscheinlich.
Eine neue Umfrage des Energiekonzerns Vattenfall (Link siehe unten) hat die Einschätzung der Deutschen zur Energiewende erhoben. Und trotz seiner Komplexität wird die Materie von der Bevölkerung recht realistisch beurteilt:
65 % meinten, ein fossiles Energiesystem ist langfristig nicht wettbewerbsfähig, 35 % sahen dies gegenteilig.
Die nahezu vollständige Importabhängigkeit bei Fossilenergie macht Erdöl, Erdgas und Steinkohle relativ teuer.
Der Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen muss folglich rasch vorankommen, unterstricht auch Vattenfall.
Die Hindernisse, die der Energiewende in den Weg gelegt werden, wurden von den Befragten ebenso realistisch eingeschätzt:
- 59 % nennen hohe Kosten für Industrie und Konsumenten;
- 58 % geben Bürokratie und zu viel Regulierung als Hürden an;
- unklare politische Vorgaben bemängeln 49 % und lange Genehmigungsprozesse 46 %;
- 42 Prozent geht der Ausbau der Stromnetze zu langsam;
- für 35 % bremst lokaler Widerstand gegen Projekte die Energiewende aus.
Als Fazit betont Vattenfalls Deutschland-Chef Robert Zurawski unmissverständlich und im Einklang mit der Stimmung der Deutschen: „Auch aus Sicht von Vattenfall sind das konkrete Herausforderungen, an denen die Politik arbeiten muss“.







