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Mehr als jeder Vierte würde nach neuem „Netzpaket“ auf Solaranlage verzichten

Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet an der Neuordnung der Energiewende, u. a. mit dem sogenannten Netzpaket. Im aktuellen Entwurf sind darin Baukostenzuschüsse enthalten, die an den Netzbetreiber zu zahlen sind, wenn eine neue Solaranlage installiert wird. 1KOMMA5° beantwortet die Frage, wie sich das auf das Kaufverhalten der Menschen auswirken würde.

  • Weitere 37 Prozent der Befragten geben an, länger über eine Investition in Solar nachzudenken 
  • Netzbetreiber könnten im Schnitt rund 1.000 Euro für den Anschluss einer neuen Solaranlage verlangen, auch wenn ein Stromanschluss bereits besteht
  • Kombination aus Solaranlage, Speicher und intelligenter Steuerung lohnt sich immer

Das Bundeswirtschaftsministerium plant mit dem sogenannten Netzpaket, die Energiewende in Deutschland neu zu ordnen – mit erheblichen Folgen. Neben Maßnahmen für gewerbliche Betreiber von Solaranlagen und Speichern wären davon auch Privathaushalte betroffen. 

Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Energieunternehmens 1KOMMA5° zeigt: Wird das Netzpaket in seiner aktuellen Form zum Gesetz, würden 27 Prozent der Befragten bei einem Aufpreis von rund 1.000 Euro für eine festinstallierte PV-Anlage auf die Investition in eine Solaranlage verzichten.1 Das ist mehr als jeder oder jede Vierte.

Weitere 37 Prozent der Befragten geben an, länger über eine Investition in Solar nachzudenken

Zusätzlich zu den Menschen, die gänzlich auf Solar verzichten, würden 37 Prozent zumindest länger darüber nachdenken, ob eine Photovoltaikanlage für sie infrage kommt. 

„Die Umfrageergebnisse zeigen, wie verheerend sich dieser Gesetzentwurf auf die Investitionsbereitschaft der Deutschen in erneuerbare Energien auswirken würde, und das in einer Phase, in der Verbraucher und Investoren ohnehin verunsichert sind“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Solarstrom vom eigenen Dach ist zweifelsohne die klimafreundlichste und wirtschaftlichste Energieversorgung. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage darf die Investition ins Eigenheim und in erneuerbare Energien nicht durch neue Bürokratie und Gebühren erschwert werden.“

Netzbetreiber könnten im Schnitt rund 1.000 Euro für den Anschluss einer neuen Solaranlage verlangen, auch wenn ein Stromanschluss bereits besteht

Ein wesentlicher Faktor im Netzpaket sind die geplanten Baukostenzuschüsse. Diese müssten an den Netzbetreiber gezahlt werden, wenn eine neue Solaranlage installiert wird. Damit soll der Netzausbau finanziert werden. Private Haushalte werden dabei im aktuellen Entwurf nicht explizit ausgeschlossen.

„Für eine gewöhnliche Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zehn Kilowattpeak wären das je nach Wohnort rund 1.000 Euro zusätzlich, die der Netzbetreiber als reine Anschlussgebühr erheben soll – für einen Anschluss, den der Kunde schon hat“, sagt Jannik Schall. 

Kombination aus Solaranlage, Speicher und intelligenter Steuerung lohnt sich immer

Zusätzliche Gebühren an den Netzbetreiber wären besonders ärgerlich, da Solaranlagen vor allem in Kombination mit Batteriespeichern und intelligenter Steuerung, Stromkosten deutlich senken.  

Rechnet man die Investitionskosten einer Solaranlage über den Garantiezeitraum, ergibt das ca. sechs Cent pro produzierter Kilowattstunde. Verzichtet man durch Eigenverbrauch darauf, Strom für durchschnittlich 37 Cent aus dem Netz zu kaufen, spart das knapp 84 Prozent der Kosten.2 Mithilfe einer Batterie und intelligenter Steuerung erreicht man 70 Prozent und mehr Eigenverbrauchsquote. 

„Der Eigenverbrauch des PV-Stroms spart Hunderte Euro im Jahr“, sagt Jannik Schall. „Kauft man mithilfe eines dynamischen Stromtarifs auch noch zu Überschusszeiten und damit günstig Strom aus dem Netz, verstärkt sich dieser Effekt abermals. Das senkt auf lange Sicht die Stromkosten für alle und reduziert den Netzausbau.“ 

Quelle

1KOMMA5° GmbH 2026

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