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Depositphotos.com | WDGPhoto | Windenergie

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Stärkerer Ausbau der Windenergie an Land gewünscht

Umfrage zeigt: Eine deutliche Mehrheit möchte, dass sich die Bundesregierung in Zukunft
stärker für den Ausbau der Windenergie an Land einsetzt.

Die Akzeptanz für den Ausbau der Windenergie ist auf konstant hohem Niveau – auch bei den Menschen, die Windenergieanlagen in ihrer Wohnumgebung haben. Das zeigt eine aktuelle repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind). Die öffentliche Wahrnehmung ist jedoch eine andere.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegenüber der Windenergie zwar positiv eingestellt, bleibt aber passiv. Bei Windenergiekritikern ist die Bereitschaft zu demonstrieren hingegen ungleich höher. Eine breite Mehrheit der Befragten findet, dass sich die neue Bundesregierung stärker für den Windenergieausbau einsetzen sollte. Seit der ersten Umfrage der FA Wind im Jahr 2015 bewegt sich die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz des Windenergieausbaus auf konstant hohem Niveau von rund 80%.

© FA Wind | Akzeptanz der Windenergienutzung an Land ist seit 2005 weitgehend konstant. | Zum Vergrößern anklicken!

Die Daten zeigen: Die Nutzung und der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland werden beständig von einem starken gesellschaftlichen Konsens getragen.

Auch vor Ort ist eine Akzeptanz von Windenergie kontinuierlich vorhanden: 78 % der Menschen sind mit den Anlagen in ihrer Wohnumgebung einverstanden und drei Viertel der Menschen (74%) hätte keine großen Bedenken, falls in ihrer Wohnumgebung erstmals Windenergieanlagen errichtet würden. Vor diesem Hintergrund erhofft sich eine deutliche Mehrheit von 61 % der Befragten, dass sich die zukünftige Bundesregierung eher oder deutlich stärker für den Ausbau der Windenergie einsetzt als bisher.

„Die Menschen machen deutlich, dass sie die zukünftige Bundesregierung in der Verantwortung sehen, die Weichen für einen stärkeren Ausbau der Windenergie zu stellen,“ so
Michael Lindenthal, Vorstandsvorsitzender der FA Wind. „Dabei sollten Kommunen auch die Möglichkeit bekommen, die Umsetzung von Projekten mitzugestalten und auch finanziell stärker davon zu profitieren.“

Der Befragung zufolge wäre dies vier von fünf Befragten wichtig oder sehr wichtig, wenn vor Ort erstmals ein Windenergieprojekt geplant würde. Auch das Meinungsbild der sogenannten „schweigenden Mehrheit“ wird in diesem Jahr thematisiert.

Erneut zeigt sich: Die Meinungen zur Windenergie sind bei diesem Teil der Befragten sogar überdurchschnittlich positiv. Das Antwortverhalten zeigt zudem: Die Mobilisierungsrate ist bei Windenergiekritikern wesentlich höher als bei Windenergiebefürwortern.

Lindenthal dazu: „Der Widerstand wurde in den letzten Jahren politisch und medial überproportional aufgegriffen. Dabei dominieren stille Befürworter das Bild der Bevölkerung. Wo angesetzt werden sollte, sind Gründe, um in der eigenen Gemeinde aktiv Windenergieprojekte zu fordern. Hier kann die Politik mit Maßnahmen und Programmen unterstützen, z.B. zur Verbesserung der regionalen Teilhabe an der Wertschöpfung.“

Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut forsa – Gesellschaft für
Sozialforschung und statistische Analysen – im Auftrag der FA Wind durchgeführt.

Quelle

FA Wind (2021)

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