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pixabay.com | Markus Distelrath | Rhein

© pixabay.com | Markus Distelrath | Rhein bei Niedrigwasser.

Der Weckruf des Sommers 2026

In diesem Sommer kannten wir bisher Waldbrände in Frankreich, Spanien, den USA, Belgien und Griechenland. Lange blieb Deutschland verschont.

Doch am letzten Wochenende brannten in der Südeifel 300 Hektar Wald. Trockener Wald, in ihm viel Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Da wütet eine Naturgewalt. In Deutschland haben schon bis Mitte Juli 2026 knapp 12.000 Menschen durch den Hitze-Tod ihr Leben verloren.

Es brennt aber von Griechenland bis Großbritannien in ganz Europa. Englands Premier sprach von einem „Pulverfass“. In Deutschlands Süden wurde in Rheinfelden 2026 schon 56 Mal die 30-Grad-Marke geknackt. 23 Länder der Welt erlebten den heißesten Juli seit 1940. Die USA hatten gar den heißesten Juli seit 130 Jahren.

Waldbrände wurden am vergangenen Freitag auch aus Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern und dem Saarland gemeldet. Feuer aufgrund von Dürre sind keine Ausnahmeerscheinungen mehr, sondern offenbar das neue Normal. Bund und Länder müssen sich darauf einstellen, dass spätestens jetzt der Klimawandel und seine Folgen auch hierzulande zuschlagen, auch wenn die Gefahr bei der Bundesregierung noch nicht angekommen und die Katastrophe im Ahrtal 2021 längst vergessen und verdrängt ist. Elbe, Donau und Rhein plätschern nur noch dahin. Die bis auf die Fahrrinne trocken daliegenden Flussbetten sind ein Weckruf. Deutschland ist trockengelegt.

Die politische Lage ist absurd: Je mehr die Klimawandelleugner wie die AFD hierzulande oder Donald Trump in den USA die Gefahr einfach verdrängen, desto brutaler schreitet der Klimawandel voran. Biomasse, die früher kaum brennbar war, steht jetzt durch die Hitze und Dürre schnell in Flammen.

Seit über 40 Jahren diskutieren wir in Deutschland über „naturnahen Dauerwald“, doch der Waldumbau kam kaum voran. Und Kommunen sind auf Waldbrände und Evakuierungen nur unzureichend vorbereitet. Allein ein besseres Feuermanagement reicht nicht.

Klimaforscher wie Mojib Latif und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung warnen vor einer Zunahme der Waldbrände. Doch die Bundesregierung versucht das Problem dadurch zu lösen, dass sie Benzin einsetzt, um das Feuer zu löschen. Also mehr LKWs auf die Straßen, wenn die Flüsse zu wenig Wasser haben. So sind die Probleme des Klimawandels jedoch nicht in den Griff zu bekommen. So wird der Klimawandel immer schneller zur Klimakatastrophe.

Wir erleben durch die Waldbrände, die Dürre und die Hitze gerade den Weckruf des Sommers 2026: Herr Merz, Herr Trump, Frau Reiche: Setzen Sie endlich die Ideologiebrille gegenüber dem Klimawandel und den erneuerbaren Energien ab!

Allein durch den raschen und kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien sind wir noch zu retten.

pixabay.com | Antranias | Besonders trocken ist es in Sachsen-Anhalt und in Teilen von Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen und Thüringen, wo bereits im Juni zum Teil weniger als 25 Prozent der üblichen durchschnittlichen Niederschlagsmenge fielen.
pixabay.com | Antranias |
  • ARTE-Mediathek „Gefährliche Wetterextreme – Dürre und Starkregen“ | Wetterextreme werden durch den Klimawandel immer häufiger. Dabei ist vor allem das Zusammenspiel von Dürre und Starkregen gefährlich für Mensch und Natur. Die Hitze schwächt die natürlichen Lebensräume, der Starkregen kann in der Folge ganze Landstriche zerstören. So verschärfen sich Artensterben sowie Probleme bei der Versorgung der Menschen mit Wasser und Nahrung…Filmemacher Torsten Mehltretter hat sich auf Spurensuche begeben und unterschiedliche Wissenschaftler getroffen, die sich mit den Wechselwirkungen beschäftigen. Ihre Erkenntnisse sind beängstigend.
Quelle

Franz Alt 2026

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