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Die Überlebensfrage der Menschheit

Wenn sogar der deutsche Bundeskanzler über die Dürre-Katatrophe des Sommers 2026 sagt: „Es war der Klimwandel“, dann müsste eigentlich auch der letzte Leugner des menschengemachten Klimawandels jetzt aufwachen. Denn Friederich Merz hat über Jahrzehnte als Vertreter eines der weltgößten Finanzdienstleisters, als deutscher BlackRock-Vorstand, persönlich das Klima massiv mit angeheizt.

Nun aber kommt zu allen Katastrophenmeldungen über die Sommerhitze, die Waldbrände und die Ernteausfälle noch die Sturzflut im Himalaya mit bisher über 600 Toten und tausenden Verletzen und Vermissten. Die Bilder der Zerstörung machen zunächst fassungslos. Doch wir müssen uns fragen, was zu tun ist? Die Sturzflut von Nepal und Tibet steht für die Veränderung der Natur durch den Klimawandel.

Die Berge beginnen einzustürzen – das war im Mai 2025 in der Schweiz in Blatten so und ist auch jetzt so, vor allem, weil die Gletscher schmelzen: im Himalaya, in Grönland, in der Arktis, in der Antarktis, in Alaska und in den Alpen.

Wie können wir den Ärmsten im Himalaya jetzt helfen?

Denn es ist nun mal so, dass diese Ärmsten am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, aber am meisten darunter leiden müssen. Und wir sind im reichen Industrieland die Hauptverursacher dieser Katastrophe. Wir müssen endlich begreifen, dass die Klimaveränderung die Überlebensfrage der Menschheit geworden ist.

Zurecht fordern die armen Länder in jeder Weltklimakonferenz Milliarden-Hilfen von den reichen Ländern zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Himalaya-Länder bräuchten zum Beispiel ein Frühwarnsystem, das vor zwei Jahren in der Schweiz das Schlimmste verhindert hat. Wahrscheinlich müssen jetzt im Himalaya ganze Dörfer umgebaut werden. Das kostet und muss von außen finanziert werden, auch von Deutschland. Das wird bestimmt teuer, aber es nicht zu tun, wäre unverantwortlich. Internationale Solidarität kostet, aber sie lohnt sich für alle.

Auch hierzulande führt die Hitzewelle und die Dürre zu Ernteausfällen. Die Preise für Gemüse, Getreide und sogar für Honig werden steigen. Hinzu kommt noch die politische Dummheit der Kriege in der Ukraine, im Suez und im Iran, was die Lebensmittelpreise und die Benzinpreise auch in Deutschland weiter steigen lassen wird.

Durch die globale Erderwärmung wachsen weniger Pflanzen und viele Tierarten verschwinden. Durch Rekordtemperaturen, Trockenheit und Wassermangel wird der Kreislauf des Lebens ein Teufelskreis. Bauern hört man in diesen Tagen sagen: „Was wir heute noch als extrem empfinden, wird bald der Normalfall sein.“

Trockenheit schadet dem Wachstum von Kartoffeln und von Weizen und die Preise steigen in ganz Europa. Der „Spiegel“ schreibt in seinem letzten Klimabericht: „Auch in den Gewächshäusern führen die hohen Temperaturen zu Stress für die Pflanzen, der Ertrag bei Gurken oder Paprika falle deshalb geringer aus. Bei diesen Kulturen dürfte der Verbraucher die Folgen der Trockenheit also ebenfalls im Portmonnaie spüren… Wie stark der Weizenpreis und Wasserknappheit zusammenhängen, zeigt auch eine neue Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Ein eigens entwickelter Indikator, der Dürren in den vier Monaten vor der Ernte erfasst, konnte 74 Prozent der jährlichen Preisschwankungen zwischen 2000 und 2021 erklären. Die Forschenden kombinierten ihre Auswertung mit Klimamodellen. Bei einer globalen Erwärmung um drei Grad könnte der durchschnittlich Weizenpreis demnach etwa dreimal so hoch liegen wie 2010“ (Spiegel-Klimabericht 28. August 2026).

Wann sagt auch der deutsche Bundeskanzler nicht nur ganz vage: „Das ist der Klimawandel“, sondern zieht auch Konsequenzen aus dieser Einsicht?

Quelle

Franz Alt 2026

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