Alice Weidel mischt sich in Österreichs Energie- und Klimapolitik ein
Shetty/NEOS: „Es steht einer deutschen Politikerin nicht zu, uns zu erklären, dass Österreich beim Ausbau erneuerbarer Energie auf die Bremse steigen soll.“
NEOS: „Österreichs Energiepolitik geht Sie nichts an“
Anlässlich des Sommergesprächs mit dem ZDF war Alice Weidel diese Woche in Wien. Im Interview mit dem ZDF kritisierte sie Klimaschutzmaßnahmen und erneuerbare Energien scharf und meinte noch dazu, bei einem Sieg der FPÖ werde „dieses ganze Zeug“ abgeschafft.
NEOS-Klubobmann Yannick Shetty weist die Einmischung der deutschen AfD-Politikern, die in Wien auch FPÖ-Politiker getroffen hat, in die österreichische Energie- und Klimapolitik auf das Schärfste zurück.
„Alice Weidel kann in Deutschland dafür werben, weiter Putins Kriegsgas und Öl aus Krisenregionen zu kaufen. Aber wie wir in Österreich unsere Energieversorgung sichern, unseren Wirtschaftsstandort schützen und unsere Klimaziele erreichen, geht sie exakt nichts an“, sagt Shetty. „Wir lassen uns von einer deutschen Politikerin nicht erklären, dass Österreich beim Ausbau erneuerbarer Energie auf die Bremse steigen soll.“
Was Weidels Forderung bedeuten würde, müsse klar benannt werden, so Shetty: „Die Kickl-Verbündete Alice Weidel findet es offenbar gut, wenn Menschen und Unternehmen in Österreich wieder länger auf die Genehmigung ihrer Photovoltaikanlage warten müssen. Sie will, dass wir Windkraft langsamer statt schneller ausbauen.“
Erneuerbare Energie sei keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Sicherheit, Unabhängigkeit und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, so Shetty: „Kickl und Weidel können noch so laut von Souveränität, Festungen und Inseln schwadronieren: Wer Österreich zurück in die Abhängigkeit von Putins Gashahn führen will, betreibt Politik gegen unser Land.“
Es muss uns klar sein; Wollen wir weiter diese Abhängigkeit, die wir mit Geld das in andere Länder fließt teuer bezahlen müssen oder machen wir uns lieber mit erneuerbaren Energien unabhängig? Wer die Notwendigkeit von Klimapolitik nach einem Extremsommer wie dem heurigen in Frage stellt, sollte nicht gewählt werden.







