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Drohnenangriff auf Atommüll-Zwischenlager in Tschernobyl (Ukraine)

Atommüll bleibt eine große Gefahrenquelle auch weit nach Abschalten der AKW.

Angriffe auf AKW und Atommülllager unverantwortlich / Potenzielle nukleare Katastrophe nur knapp verfehlt

Zum russischen Drohnen-Angriff auf ein Gebäude des Atommüll-Zwischenlagers in der Nähe des ukrainischen AKW Tschernobyl erklärt Helge Bauer von .ausgestrahlt: „Der russische Beschuss eines ukrainischen Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll markiert einen neuen, überaus gefährlichen Höhepunkt im russischen Angriffskrieg. Nach Angriffen auf Nebengebäude des AKW Saporischschja und auf den Sarkophag des havarierten AKW Tschernobyl ist nun auch ein Atommülllager direkt ins Visier geraten. Der Einschlag einer Drohne in ein Gebäude des Zwischenlagers verfehlte eine potenzielle nukleare Katastrophe nur um wenige Meter.

In unmittelbarer Nähe des zerstörten Bereichs lagern mehrere tausend gebrauchte, hochradioaktive Brennelemente aus verschiedenen ukrainischen AKW. Ein direkter Treffer des Lagerorts würde durch die Freisetzung von strahlendem Material eine langfristige Kontamination mit enormen Folgen nach sich ziehen.

Der aktuelle Beschuss des Zwischenlagers zeigt, dass im Kriegsfall oder in Zeiten gesellschaftlicher Destabilisierung nicht nur laufende AKW, sondern auch die Atommülllager große Gefahrenquellen darstellen. Und das noch viele Jahrzehnte nach dem Abschalten der Atomkraftwerke.

Atomanlagen als Angriffsziele zu missbrauchen, ist unverantwortlich. Die Verantwortlichen spielen dabei mit unkalkulierbaren, irreversiblen Folgen für Mensch und Umwelt und nehmen im schlimmsten Fall einen neuen Super-GAU bewusst in Kauf.“

Quelle

.ausgestrahlt 2026 | Helge Bauer | Tel. 0160 3059148, presse@ausgestrahlt.de

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