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Grüne Hauptstadt Europas gesucht

Bristol, Kopenhagen und Frankfurt am Main sind in der Endauswahl für den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2014“.

Um den Titel für 2014 hatten sich 18 Städte beworben, teilt die Umweltverwaltung der Europäischen Kommission mit. Damit hat das Interesse an dem Titel deutlich nachgelassen: 2008 hatten sich noch 35 Städte um den Titel „grüne Hauptstadt Europas“ beworben.

Die drei Kandidaten wurden von einem unabhängigen Sachverständigenausschuss ausgewählt, der die Bewerbungen in zwölf unterschiedlichen Bereichen geprüft hat:  lokaler Beitrag zum weltweiten Klimaschutz; Nahverkehr; städtische Grünflächen mit nachhaltiger Landnutzung; Natur und biologische Vielfalt; Luftqualität vor Ort Lärmbelastung; Abfallaufkommen und -bewirtschaftung; Wasserverbrauch; Abwasserbehandlung; Umweltinnovationen und nachhaltige Beschäftigung; Umweltmanagement durch die kommunale Behörde; Energieeffizienz.

Seit Einführung der Auszeichnung im Jahr 2008 haben vier Städte den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ erhalten: Als erste Stadt wurde 2010 Stockholm ausgezeichnet, 2011 erhielt Hamburg den Preis. In diesem Jahr führt den Titel die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz, Hauptstadt des Baskenlandes. 2013 wird er der französischen Stadt Nantes verliehen. Der Titel wird von Umweltschützern kritisiert: Hamburg beispielsweise wurde der Titel just in jenem Jahr zugesprochen, in dem der Senat das Kohlekraftwerk Moorburg genehmigte. In Frankfurt am Main dürfte der Flughafen für ähnliches Grummeln sorgen.

Am 8. Juni 2012 werden Bristol, Kopenhagen und Frankfurt in Brüssel ihre Vorstellungen, ihre Kommunikationsstrategie und ihr Potenzial als Vorbildfunktion für andere Städte erläutern. Am 29. Juni wird die Jury dann ihr Ergebnis bei der Preisverleihung in Vitoria-Gasteiz bekannt geben. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen, der Europäischen Umweltagentur, des Internationalen Rats für Lokale Umweltinitiativen (ICLEI), des Büros des Bürgermeisterkonvents und des Europäischen Umweltbüros.

Quelle

KLIMARETTER.INFO | red 2012

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