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Auswirkungen von Klimaveränderungen auf Gesundheit, Sicherheit und Produktivität

Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“ stellt Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“ veröffentlicht. Der Bericht [PDF, 1MB] bündelt die Ergebnisse der zweijährigen Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit“ des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND, an der rund 280 Expertinnen und Experten aus dem Arbeitsschutz, der Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnerschaft sowie aus der betrieblichen Praxis teilnahmen.

Klimaanpassung schützt Gesundheit, schafft Sicherheit und Stabilität für die Wirtschaft

Klimaveränderungen wirken sich nicht nur auf die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sondern auch auf die Produktivität aus. Denn Gefahren durch saisonale Hitzebelastung, UV-Strahlung, Extremwetterereignisse sowie neue biologische und chemische Gefährdungen haben weitreichende Folgen für Beschäftigte und die Produktivität. Während der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 wurde beschlossen, guten Arbeitsschutz im Klimawandel durch bessere Vorausschau, Prävention und Regulierung zu fördern. Daher wurden im Rahmen der Politikwerkstatt in vier thematischen Werkstattgesprächen (Hitze & UV, Extremwetter, Sensibilisierung & Compliance, Vektoren & Gefahrstoffe) von April 2024 bis Februar 2025 zentrale Herausforderungen identifiziert und mögliche Lösungsansätze erarbeitet und diskutiert.

Unser Anspruch muss immer sein, dass Menschen während der Arbeit möglichst wenig Gefahren für ihre Gesundheit ausgesetzt sind. Die Diskussionen und Ergebnisse zeigen, dass einiges auf uns zukommen wird. Genauso deutlich wird jedoch, dass es auf allen Seiten der Arbeitswelt ein hohes Interesse an gemeinsamen Lösungen gibt. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas

Handlungsfelder und Impulse

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Risiken durch den Klimawandel münden in konkrete Aufgaben im Arbeitsschutz. Der Abschlussbericht gibt einen kompakten Überblick über zentrale Erkenntnisse, Ableitungen und Handlungsfelder und dient daher auch als Grundlage für die weitere Diskussion und Weiterentwicklung einzelner Themen in der Arbeitsschutz-Community. Die Ergebnisse fließen in die bestehende Arbeitsschutz-Systematik ein (z. B. in die Arbeitsschutzausschüsse), sie stärken die Kommunikation und Umsetzung von Maßnahmen (z. B. durch Praxishilfen) und geben Impulse für die Forschung.

So wurde im Anschluss an die Politikwerkstatt bereits eine Handlungshilfe für Betriebe veröffentlicht, die bei der systematischen Erstellung von Hitzeschutzplänen unterstützt, angepasst an die jeweils bestehenden betrieblichen Bedarfe. Ein aktuelles Projekt fokussiert die Frage, wie Schutzmaßnahmen im Klimawandel insbesondere für körperlich belastete Berufsgruppen effektiv vermittelt und angewendet werden können. Verschiedene Gutachten zu gesundheitlichen Folgen, ökonomischen Verlusten und besonderen Risikogruppen bieten zusätzliche Orientierung für alle relevanten Akteure im Arbeitsschutz.

Am 8. Juni fand im Rahmen des Hitzeaktionstags 2026 eine Sonderveranstaltung statt, die sich auf praktische Maßnahmen fokussierte, aber auch den ökonomischen Nutzen des betrieblichen Hitzeschutzes.

Ausblick

Klimaanpassung im Arbeitsschutz bleibt ein kontinuierliches Gemeinschaftsprojekt. Das BMAS bleibt Impulsgeber und Koordinator für Politik, Verwaltung, Forschung und Fachöffentlichkeit – national und international.

„Die Entwicklung hin zu einer klimagerechten Arbeitswelt hat gerade erst begonnen. Die Erkenntnisse der Politikwerkstatt bilden eine wertvolle Grundlage für die nächsten Schritte rund um den Arbeitsschutz im Kontext des Klimawandels. Fest steht, dass der Handlungsdruck zunehmen wird: In den Ministerien, in den zuständigen Ausschüssen, aber vor allem in den Betrieben. Deshalb wollen wir die Diskussion fortsetzen und das entstandene Netzwerk aus Expertinnen und Experten weiter nutzen.“ Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas

Quelle

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) 2026

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